Der „ADAC Postbus“, so der Name des künftigen, gemeinsamen Linienangebots, startet auf folgenden Strecken: Köln-Bonn-Frankfurt/M.-Stuttgart-München, Bremen-Hamburg-Berlin, Köln-Dortmund-Hannover-Berlin, Berlin-Leipzig-Dresden und Frankfurt/M.-Nürnberg-München. Die Gründung einer gemeinsamen Betreibergesellschaft, an der die Deutsche Post und der ADAC zu jeweils 50 Prozent beteiligt sind, wurde am 10. Mai 2013 vertraglich vereinbart. Die Kartellbehörden müssen der Kooperation noch zustimmen.
Das neue Fernbus-Angebot soll schrittweise zu einem deutschlandweiten Liniennetz ausgebaut werden. Bis zum Frühjahr 2014 soll der ADAC Postbus etwa 30 der größten Städte Deutschlands mit rund 60 Bussen verbinden. Über einen weiteren Netzausbau wird laut Pressemitteilung im Sommer 2014 entschieden. Tickets werden ab Oktober 2013 über das Internet sowie in circa 5.000 Postfilialen und ADAC Geschäftsstellen im Umkreis der angefahrenen Städte erhältlich sein. „Zunächst werden erfahrene mittelständische Busunternehmen als Service-Partner für den ADAC Postbus fahren“, teilt der Automobilclub mit. Detaillierte Informationen zu künftigen Haltepunkten, Preisen und der Komfort-Ausstattung der Busse werden Deutsche Post und ADAC zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.
Die Bekanntgabe der Deutschen Post und des ADAC, Anfang November in den Fernbusmarkt einzusteigen, wurde noch am selben Tag von der MeinFernbus GmbH kritisch kommentiert. „MeinFernbus begrüßt den Wettbewerb am liberalisierten Fernbusmarkt. Mit der heutigen Ankündigung von Post und ADAC tritt jedoch ein zweiter staatlicher Konzern auf den Fernbusmarkt, dessen Kerngeschäft eigentlich woanders liegt. Im Namen aller mittelständischen Busunternehmen mahnen wir neben der Bahn auch Post und ADAC zu einem fairen, unverzerrten Wettbewerb und erwarten auch zukünftig Chancengleichheit bei Genehmigungsverfahren und Haltestellenvergabe“, sagte Torben Greve, Gründer und Geschäftsführer von MeinFernbus. (ah)