HandyTicket Deutschland ab jetzt im Regelbetrieb

04.11.2010 15:35 Uhr
Handyticket
© Foto: Hamburger Verkehrsverbund GmbH

In insgesamt dreizehn deutschen Nahverkehrsregionen ist am Dienstag unter Koordination des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) nach vierjähriger Pilotphase das HandyTicket Deutschland in den regulären Betrieb übergegangen.

Mit dem Start des Regelbetriebs werden zugleich weitere Vereinfachungen und Neuerungen umgesetzt, so dass die Bus- und Bahnkunden ihre Fahrkarten künftig noch bequemer und flexibler per Handy kaufen können. „Das HandyTicket Deutschland macht den Fahrkartenkauf im Nahverkehr einfach, schnell und komfortabel, und zwar unabhängig von Ort oder Zeit. Dieses Projekt ist für uns als Verband ein wichtiger Baustein, um den Fahrgästen den Zugang zu Bussen und Bahnen zu erleichtern“, zeigt sich Jürgen Fenske, Vorstandssprecher der Kölner Verkehrs-Betriebe AG und Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), überzeugt vom HandyTicket. In der vierjährigen Pilotphase wurde das HandyTicket Deutschland immer wieder weiterentwickelt und an die sich schnell ändernden Bedürfnisse der Kunden und an die veränderte Technik angepasst. „Das HandyTicket von heute ist nicht mehr mit dem vom Beginn des Projektes zu vergleichen. Wir haben mit allen Partnern an vielen Stellschrauben gedreht und immer wieder technische und vertriebliche Verbesserungen durchgeführt. Denn der Handymarkt verändert sich sehr schnell und mit ihm die Bedürfnisse der Kunden. Zum Beispiel die Smartphones: Als das Projekt vor vier Jahren startete, waren Smartphones allenfalls Nischenprodukte, inzwischen sind es Massenprodukte für Jedermann. Darauf mussten wir reagieren“, erklärt Klaus Dechamps, Abteilungsleiter Märkte und Absatz beim Verkehrsverbund Großraum Nürnberg und Obmann des Projektlenkungskreises HandyTicket Deutschland. Das HandyTicket Deutschland gibt es bislang in den teilnehmenden Nahverkehrsregionen auf verschiedenen Wegen zu kaufen: über Java, über die Internetseiten der beteiligten Unternehmen und Verkehrsverbünde sowie über SMS oder telefonisch. Neu hinzugekommen sind nun die Bestellwege per mobilem Internetbrowser für Smartphones und die kostenlose App für alle iPhone-Besitzer. Eine Übersicht der einzelnen Bestellwege inklusive Erklärung bietet das Internetportal www.handyticket.de. „Wer ein iPhone hat kann ab sofort die entsprechende App kostenlos runterladen und darüber sein HandyTicket kaufen“, erläutert Fenske den neusten Bestellweg. Mit dieser neuen Anwendung erhoffen sich die Verantwortlichen zudem eine weitere Steigerung bei der Kundennachfrage. „Die bisherigen Verkaufszahlen beim HandyTicket zeigen einen erfreulichen Verlauf. Wir erhoffen uns insbesondere durch die iPhone-App nochmal einen Schub, denn wir wollen und brauchen noch mehr Kunden, damit diese neuen Bestellwege auch ausreichend wirtschaftlich sind“, so Fenske. Das HandyTicket Deutschland gibt es momentan in folgenden Nahverkehrsregionen: Bielefeld (moBiel), Chemnitz/Mittelsachsen (VMS), Dresden/Oberelbe (VVO), Erfurt/Mittelthüringen (VMT), Freiburg (RVF), Hamburg (HVV), Köln/Rhein-Sieg (VRS), Münster (MVG), Nürnberg (VGN), Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON), Rhein-Ruhr (VRR), Ulm/Neu Ulm (DING) und Vogtland (VVV). In Kürze treten noch Aachen (AVV) und Augsburg (AVG) bei. „Wir danken allen Beteiligten, die dieses Projekt ermöglicht und weiterentwickelt haben, auch unseren Industriepartnern HanseCom, Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme und DVB LogPay GmbH“, so Dechamps abschließend. (ah)

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