HEAG mobiBus reagiert mit Großraumbussen auf steigende Fahrgastzahlen

18.11.2011 15:59 Uhr
Capacity von HEAG mobibus
© Foto: HEAG mobibus

Mit dem Einsatz von fünf neuen Großraumbussen reagiert das Darmstädter Busunternehmen HEAG mobiBus auf die steigende Nachfrage im ÖPNV.

Von Ende November an werden die neuen Busse vorrangig auf der Darmstädter Stadtbuslinie H fahren und sollen damit die Kapazitätsleistung auf einer der meistfrequentierten Busrouten der südhessischen Metropole verbessern. „Immer wieder kam es vor, dass wir trotz des 15-Minuten-Takts Fahrgäste an den Haltestellen zurücklassen mussten“, berichtet Ralf Steinmetz, Geschäftsführer der HEAG mobiBus. Statt einer Taktverdichtung hat sich die HEAG mobiBus für die Beschaffung der neuen leistungsfähigeren Fahrzeuge entschieden. „Dies ist zum einen deutlich wirtschaftlicher, zum anderen wird durch die gleichbleibende Anzahl von Bussen auf dieser Linie der Verkehrsknoten Berliner Allee/ Rheinstraße und der Luisenplatz nicht noch mehr belastet.“ Das Unternehmen entschied sich für das 19,54 Meter lange Modell Mercedes-Benz Capacity, das speziell für hohes Fahrgastaufkommen im Stadtlinienverkehr entwickelt wurde. Mit einer Beförderungskapazität von 190 Fahrgästen bietet das Großraumfahrzeug im Vergleich zu einem herkömmlichen Gelenkbus mehr Platz für bis zu 40 Personen. Die neuen vierachsigen Busse ermöglichen mit ihren vier breiten Doppeltüren, einer durchgängigen Niederflurigkeit und großen Standflächen einen schnellen und komfortablen Ein- und Ausstieg. Dank einer gelenkten vierten Achse genügt den Fahrzeugen laut HEAG mobiBus ein Wendekreis von knapp 23 Metern. Damit sind die Großraumfahrzeuge auch in eng bebauten Wohnvierteln praxistauglich. Eine rückwärtige Kamera und ein Bildschirm am Armaturenbrett verschaffen dem Fahrer auch am Heck des überlangen Vehikels die nötige Übersicht. Eine Wank-Nick-Regelung sorgt bei den Großraumbussen für Stabilität auf der Straße und soll dem Fahrgast ein angenehmes Fahrgefühl vermitteln. Eine Besonderheit der neuen Fahrzeuge sind die Videokameras im Innenraum. Zwar gibt es keine Live-Kontrolle der Bilder, doch im Ereignisfall werden die Aufnahmen gespeichert und der Polizei für ihre Ermittlungstätigkeit übergeben. „Es ist das erste Mal, dass wir Kameras in Bussen einsetzen. Damit wollen wir nicht nur Vandalismusschäden vorbeugen, sondern auch die Sicherheit unserer Fahrgäste und Fahrer erhöhen, denn unsere Fahrer können diesen großen Fahrgastraum nur schwer überblicken", erläutert Ralf Steinmetz die technische Neuerung. Für die fünf neuen Capacity-Modelle investiert die HEAG mobiBus knapp zwei Millionen Euro. Sobald die Fahrerschulungen abgeschlossen sind, gehen die Fahrzeuge in den Linienbetrieb. (ah)

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