Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und der Nordhessische Verkehrsverbund (NNV) wollen künftig keien Billiglöhne mehr dulden. Wie verschiedene Medien berichten wollen beide Verbünde bei Ausschreibungen für ihre Bahnstrecken ab sofort solche Anbieter ausschließen, die ihre Mitarbeiter unter Tarif beschäftigen. Als Mindesstandard gilt künftig der von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) abgeschlossenen Branchentarifvertrag im Schienenpersonen-Nahverkehr. "Das ist ein gutes Signal für die im hessischen SPNV beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", erklärten die stellvertretende EVG-Vorsitzende Regina Rusch-Ziemba und EVG-Vorstand Heinz Fuhrmann. Der erst im Frühjahr dieses Jahres von der EVG vereinbarte Branchentarifvertrag entfalte damit weitere Wirkung. Die Beschäftigten würden vor Lohn- und Sozialdumping geschützt. Die EVG hofft darauf, dass auch Verkehrsverbünde in anderen Bundesländern dem hessischen Beispiel folgen. (sno)
Hessische Verkehrsverbünde setzen Zeichen gegen Billiglöhne
RMV und NNV wollen bei Ausschreibungen für ihre Bahnstrecken ab sofort alle Anbieter ausschließen, die ihre Mitarbeiter unter Tarif beschäftigen.