Denn mehr als 80 Prozent aller Fahrzeuge bekommen auf Anhieb die TÜV-Plakette. Dass die Zahl der Mängel gegenüber früheren TÜV-Statistiken leicht angestiegen ist, begründet der Internationale Bustourismusverband mit veränderten Prüfbedingungen bei der Hauptuntersuchung. Von 50.000 TÜV-geprüften Bussen hätten 2009 und 2010 sogar 86 Prozent auf Anhieb die begehrte Plakette erhalten. Bei etwas mehr als 30 Prozent dieser Fahrzeuge seien leichte Mängel festgestellt worden, die unverzüglich zu beheben gewesen seien. Mit dieser Quote, die deutlich besser sei als die der LKW und PKW, zählten Busse nach Angaben des Internationalen Bustourismusverbandes zu den sichersten Verkehrsmitteln. Die gegenüber 2008 erfolgte Modifikation der Prüfbedingungen bei der Hauptuntersuchung sei nach Erkenntnissen des Bus-Sicherheitsmonitorings RBI im Internationalen Bustouristik Verband RDA mit ein Grund dafür, dass die Zahl der bemängelten Busse laut TÜV-Bus-Report 2011 im Prüfzeitraum 2009 und 2010 leicht angestiegen ist. Mängel an der Beleuchtungsanlage könnten jetzt ebenso als erheblich eingestuft werden wie undichte Stellen an Motor und Getriebe. Beachtlich sei das gute Abschneiden zehn Jahre alter Fahrzeuge, von denen 83,5 Prozent den TÜV auf Anhieb schafften, darunter 34,8 Prozent mit leichten Mängeln. Dass sich die Art der Mängel gewandelt habe, führt der Internationale Bustourismusverband auf die Initiativen der Branche zurück, mit denen das Sicherheitsniveau der Fahrzeuge erhöht werde. Beeinträchtigungen bei der Bremswirkung würden vom TÜV nur äußerst selten bemängelt. Und Korrosion an tragenden Teilen sei überwiegend erst bei Fahrzeugen aufgetreten, die älter als zehn Jahre seien. Insgesamt seien dies nicht einmal fünf Prozent der geprüften Busse gewesen. Die vergleichsweise große Zahl von fast 20 Prozent Mängeln an der Lichtanlage hänge auch mit der komplexen Beschaffenheit moderner Beleuchtungsanlagen zusammen, bei denen einzelne Komponenten trotz vorheriger Prüfung auch auf dem Weg zur Hauptuntersuchung ausfallen könnten. Diese Mängel führten nur in wenigen Fällen zur Versagung der Prüfplakette. Moderne Leuchteinheiten machten es auch schwer, geeigneten Ersatz im Fahrzeug mitzuführen und der Austausch der Leuchtmittel sei, wie beim PKW auch, oft nur noch in der Fachwerkstatt möglich. Die Busunternehmen würden deshalb laut Internationalem Bustourismusverband in Zukunft verstärkt auf die Beschaffenheit der Beleuchtungsanlagen achten, um die Mängelquoten auch in diesem Bereich zu verringern. „Wir begrüßen, dass der TÜV Bus-Report 2011 bestätigt, dass Busse nach wie vor zu den sichersten Verkehrsmitteln gehören", betont Richard Eberhardt, Präsident des Internationalen Bustourismusverbandes. (ah)
Internationaler Bustourismusverband: Sicheres Reisen mit dem Bus
Der jetzt erschienene TÜV Bus-Report 2011 bestätigt laut Internationalem Bustourismusverband, dass der Bus zu den sichersten Verkehrsmitteln zählt.