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Kommentar: Wenn bekannte Routinen nicht mehr funktionieren

© Foto: Udo Sürig

Nachdem sich in den vergangenen Tagen die Lage immer weiter zuspitzte, immer mehr Busunternehmen mit Stornierungen, ausbleibenden Buchungen und nicht mehr erreichbaren Reisezielen zu kämpfen hatten, ist nun Schluss. Busreisen sind derzeit verboten.


Datum:
20.03.2020
Autor:
Sascha Böhnke
Lesezeit: 
1 min
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Es gibt wohl kaum noch einen angemeldeten Reisebus im Lande - Kosten minimieren, wo immer es geht. Das Verbot von Busreisen ist nur eine von vielen Maßnahmen, mit denen die Ausbreitung des Virus gestoppt werden soll, das gesamte Land ist betroffen. Klarheit herrscht nun teilweise auch über die voraussichtliche Dauer. Baden-Württemberg zum Beispiel nennt als Termin für das Außerkrafttreten der Maßnahmen den 15. Juni 2020. Puh, drei Monate Stillstand? Ja, das Datum kann sich auch ändern, weiß aber keiner. Das Gute an solchen offiziellen Verboten ist, dass beispielsweise Hotelstornierungen nun einfacher werden - was im Gegenzug für die betroffenen Hotels natürlich nicht optimal ist.
Im Augenblick kommt es darauf an, dass die Busunternehmen die von der Regierung versprochenen finanziellen Mittel auch kurzfristig erhalten. Vereinzelt berichten Busunternehmer von völlig ratlosen Bankberatern, das muss sich nun schnellsten ändern. Bekannte, bisher funktionierende Routinen funktionieren in einer solchen Situation nicht. Kein Wunder, mit dem derzeit stattfindenden Szenario hat wohl kaum einer ernsthaft gerechnet. Wenn es also in einigen Monaten nicht zu einer katastrophalen Marktverkleinerung kommen soll, dann ist JETZT auch unkonventionelles Handeln gefragt.

Ach, und damit Sie vielleicht auch mal an etwas anderes denken können: Vor genau 125 Jahren, am 18. März 1895, wurde die allererste Buslinie der Welt in Betrieb genommen. Mit nur 5 PS ging es auf die Strecke zwischen Siegen, Netphen und Deuz. Es war der Beginn einer neuen Ära der Mobilität, deren unglaublichen Fortschritt wir tagtäglich erleben. Wenn auch nur ein Baustein fehlt, dann merken wir schnell, wie wichtig und unverzichtbar das Fahren oder Fliegen in unserer Welt geworden ist. In diesem Sinne: Bleiben Sie optimistisch!

Sascha Böhnke
OMNIBUSREVUE

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