Im Ruhrgebiet soll bis zum Herbst eine Umweltzone zwischen Duisburg und Dortmund eingerichtet werden. Entsprechende Pläne bestätigten Sprecher der Bezirksregierungen Düsseldorf, Münster und Arnsberg. Die endgültige Entscheidung treffe im Februar das Landesumweltministerium. In dem etwa 50 Kilometer langen und 10 Kilometer breiten, fast durchgehenden Korridor sollen Fahrzeuge ohne Plakette nur auf Autobahnen und wenigen Bundesstraßen passieren können. Betroffen sind 13 Städte. Im westlichen Ruhrgebiet sollen etwa Zweidrittel der Fläche von Essen, Mülheim, Oberhausen und Duisburg zur Umweltzone erklärt werden. Ausgenommen bleiben danach die südlichen Stadtbereiche von Essen und Mülheim und der Südosten von Duisburg. Zum nördlich anschließenden Gebiet der Bezirksregierung Münster hin soll der Übergang fließend sein. Dort seien die südlichen Stadtbezirke von Bottrop, Gladbeck und Gelsenkirchen sowie Teile von Recklinghausen, Herten und Castrop-Rauxel betroffen. Im östlichen Revier sind die Städte Dortmund, Bochum und Herne betroffen. Die Pläne sind nach Darstellung der Bezirksregierung Arnsberg noch nicht komplett. Es sei zum Beispiel noch offen, ob die Umweltzonen von Dortmund und Bochum ineinander übergehen würden. Der Sprecher des NRW-Umweltministeriums, Markus Fliege, nannte die Pläne der Bezirksregierungen „reine Entwürfe auf Arbeitsebene“. Sie würden der Ministeriumsspitze vorgelegt. In der zweiten Februarhälfte werde Minister Eckhard Uhlenberg (CDU) voraussichtlich einen koordinierten Plan vorlegen. Zuvor wollen die Bezirksregierungen ihre Pläne der Öffentlichkeit unterbreiten.
Kommt die Umweltzone Ruhr?
13 Städte planen flächendeckende Umweltzone im Ruhrgebiet ab Oktober 2008