Seit der Entspannung im Nahen Osten sinken die Spritpreise und kommen dem Niveau vor Kriegsbeginn immer näher. So kostete Diesel am Mittwoch, 17. Juni, im bundesweiten Tagesdurchschnitt noch drei Cent pro Liter mehr als am 27. Februar, dem letzten Tag vor Kriegsbeginn, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. Super E10 war 6,2 Cent teurer. Daten vom Donnerstag würden auf ein weiteres Sinken der Preise hindeuten, so der ADAC.
Wirkung des Tankrabatts
Vor allem der Dieselpreis sank zuletzt deutlich: Ein Liter kostete dem ADAC zufolge am Mittwoch im bundesweiten Tagesdurchschnitt 1,776 Euro und damit 2,1 Cent weniger als am Vortag. Es war bereits der neunte Rückgang in Folge. Auf Wochensicht ist Diesel damit 7,6 Cent billiger. Super E10 lag am Mittwoch bei 1,84 Euro pro Liter. Das waren 1,4 Cent weniger als am Vortag. Hier steht nach fünf Rückgängen in Folge auf Wochensicht ein Minus von 3,1 Cent. Sollte der Trend anhalten, könnte Diesel damit bald unter das Preisniveau vor Kriegsbeginn fallen. Das liegt allerdings zu einem wichtigen Teil auch am Tankrabatt, der die Steuern pro Liter Sprit um 16,7 Cent senkt.
Potenzial für weitere Preissenkungen
Zumindest der ADAC sieht aber Möglichkeiten für weitere Preissenkungen. „Es gibt weiterhin Potenzial für niedrigere Kraftstoffpreise“, sagt ein Sprecher. Sowohl der Ölpreis als auch die Spritpreise lägen zurzeit in etwa auf dem Preisniveau von Anfang März, rechnet der Verkehrsclub vor. Damals sei der Tankrabatt aber nicht in Kraft gewesen. „Vor diesem Hintergrund zeigt sich sehr deutlich, wie groß das Potenzial für weiter sinkende Kraftstoffpreise ist.“ Auch am Donnerstag sank der Ölpreis nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran zuerst weiter.