Die Verkehrsverbünde in Ostsachsen, im Vogtland und der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) haben Tarifsteigerungen angekündigt. Im Tarifgebiet des VVO rund um Dresden waren die Preise bereits im April um durchschnittlich 3,3 Prozent angehoben worden.
Tageskarte wird teurer
Im ZVON-Tarifgebiet in Ostsachsen gehen die Preise im Schnitt um 7,3 Prozent in die Höhe. Betroffen seien insbesondere die Tageskarten im Regionalverkehr, hieß es. Dagegen blieben die Tarife für das Bildungsticket, das Seniorenticket und die Preise für Schülergruppen unverändert. Auch am Preis des bundesweit gültigen Deutschlandtickets ändert sich nichts. Im Vogtlandnetz steigen die Preise im Schnitt um 8,49 Prozent. Unter anderem kostet eine Tageskarte künftig 13 Euro statt wie bisher 12 Euro. Auch Einzelfahrscheine und Mehrfahrtenkarten werden teurer
Unterschiedliche Entwicklung im MDV-Gebiet
Im Gebiet des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV), das Teile von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen umfasst, entwickeln sich die Ticketpreise je nach Region unterschiedlich. In den Landkreisen Altenburger Land, Burgenlandkreis, Landkreise Leipzig und Nordsachsen sowie Saalekreis erhöhen sich die Preise im Schnitt um 5,56 Prozent, wie der MDV mitteilte.
ÖPNV in Leipzig wird teurer
In Leipzig wird die Nutzung des Nahverkehrs durchschnittlich fünf Prozent teurer und in Halle 3,2 Prozent. Eine Einzelfahrt in Leipzig wird künftig 3,80 Euro statt wie bisher 3,60 Euro kosten. In Halle erhöht sich der Preis für einen Einzelfahrschein um zehn Cent auf
3,50 Euro.
Mehrkosten für Personal und Energie
Alle Verkehrsverbünde begründen die Preisanpassungen mit gestiegenen Kosten für Personal, Energie und Treibstoffe. Zugleich nutzten sehr viele Menschen inzwischen das Deutschlandticket oder subventionierte Tickets für Schüler. Die Einnahmen daraus erwirtschafteten jedoch nicht die Kosten, die aus der Beförderung der Fahrgäste entstehen.