LBO fordert: Keine verschärften Fahrverbote

04.03.2009 16:12 Uhr
Brodschelm
© Foto: LBO

Der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen LBO fordert, Omnibusse von der nächsten Stufe der Kennzeichnungsverordnung bis 2014 auszunehmen.

Der Verband reagiert damit auf die Pläne des Münchner Stadtrats, ab Mitte 2010 nur noch Fahrzeuge in die Umweltzone zu lassen, die die Grenzwerte der Schadstoffgruppe 3 (gelbe Plakette) einhalten. Ab Mitte 2012 soll die Umweltzone nur noch für Kfz der Schadstoffgruppe 4 (grüne Plakette) zugänglich sein. „Man schüttet das Kind mit dem Bade aus, wenn man ausgerechnet den umweltfreundlichsten Verkehrsträger Omnibus mit klimaschutzbedingten Fahrverboten belegt“ mahnt LBO-Präsident Heino Brodschelm. „Denn: Auch ein älterer Bus ersetzt im Schnitt mehr als 30 Pkw und trägt somit per se zur Entlastung der Innenstädte und der Umwelt bei.“ Auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten sei die geplante Verschärfung der Fahrverbote unter Einbeziehung von Omnibussen unverantwortlicher und sinnloser Aktionismus. „Es kann nicht sein, dass gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mittelständische und familiengeführte Busbetriebe durch eine Umweltschutzmaßnahme in den Ruin getrieben werden, deren Sinn von vielen Experten bezweifelt wird“, so Brodschelm. Der LBO fordert deshalb die freie Zufahrt für Omnibusse mit roter, gelber oder grüner Plakette bis mindestens 2012. Darüber hinaus müssen Härtefallregelungen und Ausnahmegenehmigungen für kleinere und mittelständische Busunternehmen gefunden werden, die aus wirtschaftlichen Gründen ihren Fuhrpark nicht rechtzeitig nachrüsten oder erneuern können.

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