Mainz: Neues Betriebsleitsystem und Ticketing

26.02.2009 08:53 Uhr
IVU
© Foto: IVU

Ein neues kundenorientiertes Verkehrs-Management-System für einen leistungsfähigen öffentlichen Personennahverkehr - das lässt die Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH derzeit installieren.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Einführung von modernen Kommunikationsstandards wie W-LAN und GPRS. Die Ausschreibung dafür hat die IVU Traffic Technologies AG gewonnen. Sie liefert ihr integriertes Leit- und Ticketingsystem mit allen Systemkomponenten: die Bordrechner (IVU.ticket.box) und die Software für die zentrale Betriebslenkung (IVU.fleet), das Vertriebshintergrundsystem (IVU.fare), die Systeme für die dynamische Fahrgastinformation (IVU.realtime) und zum Erstellen von Statistiken für die Abrechnung und Qualitätskontrolle (IVU.control). Zugleich fungiert die IVU als Generalunternehmer und ist damit verantwortlich für die gesamte Koordination und Abwicklung des Projekts. Die Inbetriebnahme der neuen Betriebsleitzentrale soll im Herbst 2009 erfolgen. Bis zum Sommer 2010 sollen dann auch alle Busse und Haltestellen mit der neuen Technik und modernsten Kommunikationsstandards ausgestattet sein. 146 Busse und 26 Straßenbahnen werden dann mit Hilfe der neuen Betriebsleitzentrale gesteuert, die Bordrechner in den Fahrzeugen mit ihr über GPRS in Verbindung stehen. Die Sprachkommunikation zwischen den Mitarbeitern in der Betriebsleitzentrale und den Fahrern der Straßenbahnen und Busse erfolgt digital ebenfalls über GPRS. Zudem sind die Bordrechner mit einem Drucker für den Fahrkartenverkauf ausgestattet. Die Verkaufsdaten werden in Zukunft im Betriebshof über W-LAN ausgelesen, also nicht mehr mit Hilfe von Fahrerkarten. Die rund 60 stationären Verkaufsgeräte kommunizieren per GPRS mit dem zentralen Abrechnungssystem. Eine weitere Neuerung ist die Ausstattung der Haltestellenanzeiger mit GPRS-Kommunikation. Damit können vor einem Fahrplanwechsel Daten über neue Fahrpläne, Linienverläufe und Routen direkt in die Anzeiger eingespielt und hinterlegt werden. Am Tag des Fahrplanwechsels werden sie dann von der Zentrale freigeschaltet und stehen ab sofort für die Berechnung der tatsächlich erwarteten Ankunftszeiten zur Verfügung. In Mainz wird die dafür notwendige Technik in 79 Haltestellenanzeigern und 56 Anzeigern in Wartehallen installiert.

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