Der Anteil öffentlicher Verkehrsmittel (ÖPNV) an allen Wegen der Münchner ist 2009 im Vergleich zur Mobilitätserhebung 2005/2006 um zwei Prozentpunkte von 26,5 auf 28,7 Prozent gestiegen. Das entspricht einer Steigerung um 8,3 Prozent. Der Anstieg des ÖPNV-Anteils ist durch einen Zuwachs vor allem bei den jungen und mittleren Altersgruppen bedingt. So nutzen die 26- bis 34-Jährigen jetzt bei mehr als jedem dritten Weg öffentliche Verkehrsmittel. Bislang war dies nur bei gut jedem vierten Weg der Fall. Die Jugendlichen und jüngeren Erwachsenen zwischen 14 und 25 Jahren legen sogar fast jeden zweiten Weg in einem öffentlichen Verkehrsmittel (48 Prozent) zurück. Auch bei den Geschlechtern gibt es Unterschiede: Während die Münchnerinnen bei jedem dritten Weg den ÖPNV nutzen, liegt dieser Anteil für den männlichen Bevölkerungsteil bei einem Viertel. Außerdem interessant: Selbst Personen, die jederzeit einen Pkw zur Verfügung haben, fahren dennoch bei jedem fünften Weg mit Bahn, Bus oder Tram. Die Steigerung des Umweltverbundes (ÖPNV, zu Fuß, Fahrrad) um insgesamt 6 Prozentpunkte auf rund 68 Prozent ging zu Lasten der Fahrten mit dem Pkw (als Fahrer oder Mitfahrer; insgesamt rund 32 Prozent). Der Anteil der Wege, bei denen ein Pkw selbst gefahren wurde, ging innerhalb der letzten vier Jahre von 28 auf 24 Prozent zurück, der Anteil der Wege als Mitfahrer eines Pkw sank im selben Zeitraum von zehn auf acht Prozent. (ah)
Münchner fahren mehr ÖPNV und weniger Auto
2009 hat die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) erstmals 500 Millionen Fahrgäste mit U-Bahn, Bus und Tram befördert.