„Die jährliche Preiserhöhung im MVV-Tarif mag ritualisiert wirken, sie ist es aber nicht“, erklärt MVG-Chef Herbert König. „Den Initiativen der Verkehrsunternehmen liegen jeweils aktuelle Kalkulationen zugrunde und weiterhin gilt: Preiserhöhungen werden seitens der MVG nur dann und in dem Umfang initiiert, wie dies durch die Aufwandsentwicklung zwingend erforderlich ist.“ Wesentliche Ursachen für Aufwandssteigerungen seien bei der MVG gestiegene Kapitalkosten durch die Beschaffung zahlreicher neuer Fahrzeuge, Personalkostensteigerungen durch Lohnerhöhungen (bei der MVG wie auch bei den privaten Buspartnern) und notwendige Personalmehrungen sowie die Kosten der Leistungsausweitung (zeitgleich mit der Fahrpreisanpassung). Leistungsausweitungen machten allein ein rundes Drittel der Aufwandssteigerungen aus.
Die Mehreinnahmen seien durch die erzielten und weiter erwarteten Fahrgastzuwächse gegengerechnet worden. Sie seien auch der erfreuliche Grund dafür, dass die Erhöhung mit 2,9 Prozent niedriger ausfalle als früher und auch im Vergleich der aktuellen Preiserhöhungen in anderen Verkehrsverbünden Deutschlands am unteren Ende der Skala liege. König: „München hat im Vergleich der großen Ballungsräume das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, insbesondere bei den Zeitkarten für die regelmäßigen Kunden. Das zeigen zahlreiche Untersuchungen und Preisvergleiche. Das wird auch nach der Erhöhung im Dezember so bleiben, denn München verbindet eine unterdurchschnittliche Preiserhöhung mit überdurchschnittlichen Angebotsausweitungen.“ (ah)