Bei einem bunten Rahmenprogramm tauschten die Fahrer Erfahrungen und Kenntnisse über ihr ehrenamtliches Engagement aus. Landesverkehrsminister Michael Groschek sagte beim Treffen in der Kraftzentrale des Parks: „Der Bürgerbus in Nordrhein-Westfalen mit seinen nunmehr 111 Bürgerbusvereinen ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte, die in Deutschland ihresgleichen sucht. Ich bin glücklich und sehr stolz zu sehen, wie sehr die Menschen in Nordrhein-Westfalen füreinander einstehen. Das Ehrenamt ist für mich das Fundament jeder Gemeinschaft. Denn ohne die vielen tausend ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer verlöre der ÖPNV gerade im ländlichen Raum eine tragende Säule." Auch Franz Heckens vom Dachverband Pro Bürgerbus NRW e.V. zeigte sich zufrieden: „Was mich besonders freut, ist der nach wie vor große Zusammenhalt in der Bürgerbusfamilie, obwohl es mittlerweile so viele Vereine gibt. So sehr der Fahrdienst im Bürgerbus Spaß macht, ist es ab und zu auch wichtig, die große Gemeinschaft zu spüren. Da motiviert so ein Fest und die damit ausgesprochene Anerkennung durch die Landesregierung."
In NRW fahren derzeit 111 Bürgerbusse, weitere Vereine bereiten sich auf den Betrieb vor. Die Vereine haben in der Regel zwischen 20 und 150 Mitglieder. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Bürgerbusvereine mit Zuschüssen für die Erst- und die Ersatzbeschaffung der Busse (35.000 EUR pro Bus, plus 5.000 EUR bei Neufahrzeugen, zusätzliche Zuschüsse bei behindertengerechtem Ausbau und alternativen Antriebsarten) sowie mit einer jährlichen Pauschale von 5.000 EUR pro Verein für die Vereinsorganisation. Zum Einsatz kommen ausschließlich Kleinbusse mit acht Fahrgastplätzen, da die Fahrer keinen Busführerschein besitzen. Der Bürgerbus ist ein normaler Linienverkehr auf einer konzessionierten Strecke mit Fahrplan, Haltestellen und einem geregelten Tarif. (ah)