ÖPNV-Studie: Tragen die Konzepte noch?

12.11.2007 07:44 Uhr
Setra
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Deloitte-Studie "Die Rolle der ÖPNV" untersucht Situation und Zukunft des Öffentlichen Nahverkehrs in Deutschland

Privatisierungsmaßnahmen und externe Ausschreibungen sind bei den ÖPNV-Aufgabenträgern eher die Ausnahme. Dabei können ganze 40 Prozent die Finanzierung ihres Angebots in den nächsten fünf Jahren nicht mehr sicherstellen. Zur Verbesserung der Situation setzt ein Großteil auf Kostensenkung, Fahrpreiserhöhung, Neuorganisation und Kooperationen mit anderen kommunalen Verkehrsbetrieben. Knapp die Hälfte beklagt einen mangelnden Einfluss auf die ÖPNV-Gestaltung, die meist bei den Verkehrsbetrieben liegt. Allerdings will die überwältigende Mehrheit es bei der bisherigen Aufgabenteilung zwischen Aufgabenträger und Verkehrsbetrieben belassen - dies zeigt die Deloitte-Studie "Die Rolle der ÖPNV-Aufgabenträger in der Bundesrepublik Deutschland". Laut Studie handelt es sich bei zwei Dritteln der kommunalen Verkehrsbetriebe um integrierte Gesamtunternehmen, die neben dem Fahrbetrieb auch für Infrastruktur-, Regie- und Managementaufgaben zuständig sind. Wie sich diese Unternehmen auf die Öffnung des Markts vorbereiten, wird von einem Drittel der Aufgabenträger nicht beantwortet. Dort, wo es Überlegungen zur Optimierung gibt, befürworten 18 Prozent der Aufgabenträger und 30 Prozent der Unternehmen Kooperationen oder Fusionen mit anderen Verkehrsunternehmen, während nur jeweils sechs Prozent eine Privatisierung oder Teilprivatisierung in Betracht ziehen. Zudem setzen die Unternehmen zur Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit verstärkt auf Maßnahmen wie Lohn- und Gehaltssenkung, organisatorische Neuaufstellung und Leistungsvergabe an Subunternehmer. Eine Trennung von Fahrbetrieb und Infrastruktur wird nur von vier Prozent der Aufgabenträger erwogen. Bei der Finanzierung setzt ein Großteil auf Kompensationsmaßnahmen wie Fahrpreiserhöhung und ein reduziertes Leistungsangebot - die Ausschreibung von Verkehrsleistungen im Sinne der neuen EU-Regelung hingegen scheint für die Träger weniger attraktiv. Die Bereitschaft, ÖPNV-Leistungen im Wettbewerb zu vergeben, ist vergleichsweise gering. Nicht mal ein Viertel der Befragten denkt daran, in nächster Zeit Ausschreibungen vorzunehmen, 17 Prozent haben dies bereits getan. Insgesamt fühlen sich darauf aber nur 22 Prozent ausreichend vorbereitet. http://www.deloitte.com/dtt/press_release/0,1014,sid%253D86852%2526cid%253D178486,00.html

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