Nachdem sich zunächst das EU-Parlament in zwei Initiativen (Costa-Report und Grosch-Report) für eine Wiedereinführung der 12-Tage-Regelung ausgesprochen hatte und auch die EU-Kommission dies befürwortet, liegt der Ball nun beim EU-Verkehrsministerrat. Das Thema wurde während der abgelaufenen französischen EU-Ratspräsidentschaft jedoch nicht auf die Tagesordnung gesetzt. Daher hat der RDA frühzeitig auf die seit 1. Januar 2009 laufende tschechische Präsidentschaft gesetzt. In den Gesprächen im Prager Verkehrsministerium mit dem Leiter der Abteilung Verkehr und Nutzfahrzeuge Pavol Baran und dem für die tschechische Ratspräsidentschaft und EU-Angelegenheiten zuständigen Direktor Martin Vavrina, erläuterte RDA-Hauptgeschäftsführer Dieter Gauf die Nachteile der gegenwärtigen Verordnung gegenüber der bewährten 12-Tage-Regelung. Beide Spitzenbeamte erkannten die Schlüsselfunktion der 12-Tage-Regelung für den Busreiseverkehr und den Nutzen für Unternehmen, Fahrer, Kunden sowie die touristischen Regionen an. Sie versicherten, dass im tschechischen Verkehrsministerium das Thema mit Priorität behandelt werde und es vorrangig in die Aktivitäten der tschechischen Ratspräsidentschaft integriert wird. RDA-Präsident Richard Eberhardt: „Wir versprechen uns von diesen Prager Spitzengesprächen, dass die Tschechische Republik das Thema auf die Agenda des EU-Verkehrsministerrats setzt und, dass sie bei eventuellen Widerständen standhaft bleibt.“
RDA besucht tschechisches Verkehrsministerium
Der RDA führte am 27. Januar Gespräche im tschechischem Verkehrsministerium zum Thema Wiedereinführung der 12-Tage-Regelung.