RDA-Präsident Richard Eberhardt im Amt bestätigt

04.04.2014 16:00 Uhr
RDA-Präsident Richard Eberhardt
© Foto: RDA

Die RDA-Mitglieder wählten Richard Eberhardt in Brügge wieder zum Präsidenten. Neues Vorstandsmitglied des RDA ist Oliver Gröpper, Busunternehmer aus Flensburg.

Über 200 Mitglieder sind zur 63. RDA-Jahreshauptversammlung vom 3. bis 5. April 2014 nach Brügge und Ypern gekommen. Unter dem Motto „Grenzenlos Reisen – Ein Weg zur Völkerverständigung“ zeigte der RDA, dass seine Kompetenzen in der politischen Interessenvertretung der Bus- und Gruppentouristik in Deutschland und Europa liegen.

RDA-Präsident Richard Eberhardt machte deutlich, dass der RDA seinen Auftrag in der Öffnung zu Europa, zur Gewinnung neuer Mitglieder, zum Eingehen von neuen Bündnissen und Kooperationen sieht, um die Interessen im sich rasant verändernden Europa zu wahren. „Es ist mir seit Beginn meiner Amtstätigkeit ein Anliegen von zentraler Bedeutung, die Internationalisierung unseres Verbandes und unserer Verbandsarbeit voranzubringen“, so Eberhardt.

Laut Eberhardt hat der Bus an Fahrt gewonnen und ist auf vielen Straßen gerade in Deutschland allgegenwärtig. Seine Beachtung und vor allem positive Darstellung in der Gesellschaft sei enorm. Die Öffentlichkeitswirksamkeit der Fernlinienverkehre habe der Branche einen Grad an Aufmerksamkeit beschert, von dem niemand zu träumen wagte. Diesen Schwung gelte es jetzt nachhaltig zum Imageausbau sowie zur Weiterentwicklung des Deutschlandtourismus zu nutzen. Doch gäbe es nicht nur Positives zu berichten, so Eberhardt. „Die Personalknappheit, insbesondere bei gut ausgebildeten Fahrern ist mittlerweile eine Not, die viele Betriebe erreicht hat.“

Eberhardt: „Die Öffnung des Verbandes für neue Ideen und Konzepte ist die Voraussetzung für eine zukunftsorientierte Entwicklung.“ Das sei auch in der Frage des RDA-Workshops nicht anders. „Wenn wir seine Pole Position als Einkaufplattform der Bus- und Gruppentouristik und als Verkaufsplattform der Leistungsträger, Lieferanten und Ausstatter der Bus- und Gruppenreiseveranstalter sowie als Schaufenster der Bus- und Gruppentouristik halten und ausbauen wollen, dann sind spürbare Veränderungen notwendig“, so der Appell des RDA-Präsidenten.

„Vieles ist diskutiert worden und befindet sich sogar bereits in der Umsetzung. Wichtig bleibt dabei das Herausstellen der unverzichtbaren Face-to-face Funktion bei der Gewinnung neuer Besucher und vice-versa neuer Aussteller, die wiederum neue Besucher anziehen werden. Auch hier gilt, dieser Teil unserer Arbeit muss sich öffnen. Ein Workshop der ausschließlich auf den deutschen Käufermarkt ausgerichtet ist, wäre nicht wirklich zukunftsorientiert. Es muss uns gelingen, nicht nur die Aussteller aus Europa auf den Workshop zu holen, sondern auch die Einkäufer. Ein wichtiger Schritt wäre der Abbau der Sprachbarriere“, mahnte Eberhardt.

Hauptgeschäftsführer Dieter Gauf beleuchtete in seinem Bericht die zahlreichen Aktivitäten des Verbandes im zurückliegenden Jahr. Die politische Lobbyarbeit in Berlin und Brüssel habe sich zu einer Kernaufgabe des RDA entwickelt. Diese Arbeit sei heute hochkomplex und bedarf stets neuer Überlegungen und Analysen, um effizient Ziele zu erreichen und rechtzeitig Handlungsnotwendigkeiten zu erkennen. Exemplarisch erörterte Gauf die „Auslandseinsätze“ des RDA im europäischen Parlament, aber auch in Mitgliedsländern. Vor allem das Brüsseler RDA-Büro, unter der Leitung von Sandra Van de Walle, sei für die Lobbyarbeit unerlässlich.

Dass die Mitglieder für ihre Beiträge auch ein „return of investment“ bekommen, machte Gauf anhand von zahleichen Angeboten des Verbandes deutlich, wie beispielsweise die Rechtsberatung, der RDA-Workshop, Marktforschung, die zahlreichen Angebote der RDA-Akademie und vieles mehr.

Bei den Wahlen wurde Richard Eberhardt erneut als RDA-Präsident bestätigt, ebenso der Schatzmeister Bernhard Kirschbaum. Oliver Gröpper wurde neu in den Vorstand gewählt. Er sieht sein künftiges Engagement vor allem bei den Themen Qualität und Marketing. Die Rechnungsprüfer Rolf Wieneke und Manfred Huber wurden ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt.

Bus.de! Auf dieser Plattform soll eine Kommunikationskampagne und eine B-to-C-Plattform aufgebaut werden. Der Bus soll auf Augenhöhe gebracht werden mit dem Flugzeug und der Bahn, so das von Josè Louis Carretero vorgestellte Konzept. RDA-Vizepräsident Hermann Meyering setzte sich dafür ein: „Das ist ein weiter Weg. Doch jede große Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Das wissen wir doch am besten.“ Der RDA-Mitgliederversammlung hat dieses Konzept und die damit verbundenen Kosten nach einer umfangreichen Diskussion beschlossen. (ts)

 

 

 

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