Der Raum Jessen ist mit etwa 46 Einwohnern pro Quadratkilometer besonders dünn besiedelt. Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre sagte dazu: "Wir reagieren damit auf die Herausforderungen der demographischen Entwicklung. Auch in solchen Regionen wollen wir die öffentliche Daseinsvorsorge gewährleisten. Dabei ist Mobilität ein wichtiger Aspekt – besonders auch für ältere Bürgerinnen und Bürger. Für sie geht es sowohl um die Versorgung mit Waren und Dienstleistungen als auch um die Teilnahme am öffentlichen Leben." Mit zusätzlichen Fahrten dienstags und freitags gelangen Bürgerinnen und Bürger aus Umlandgemeinden bzw. Ortsteilen in die Stadt, um dort Einkäufe, Arztbesuche oder Behördengänge zu erledigen. Die Fahrten finden an den Markttagen der Stadt Jessen statt. Nach etwa zwei Stunden wird eine Rückfahrt angeboten. Wem die Zeit nicht ausreicht, kann den Anrufbus für die Rückfahrt nutzen. Das Modellvorhaben soll ausloten, wie die Bevölkerung ein solches Angebot annimmt. Es wird vom Land mit jährlich rund 50.000 Euro gefördert. Die Testphase dauert zwei Jahre. Das Projekt wurde gemeinsam vom Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr und der Stadt Jessen entwickelt und wird vom Neuen Wittenberger Busverkehr in Kooperation mit der Nahverkehrsgesellschaft Jessen mbH umgesetzt.
Sachsen-Anhalt startet Modellprojekt in Jessen
Mehr Mobilität auf dem Land bietet soll Pilotprojekt bieten, das am 1. Dezember 2009 in Jessen startete. Zusätzliche Busverkehre sollen in ländlichen Gebieten das Einkaufen und den Arztbesuch erleichtern, wie das Verkehrsministerium ankündigt.