Das Unternehmen schafft sich damit eine günstige Ausgangsstellung für ein mögliches Zusammengehen mit seinem deutschen Konkurrenten MAN. Wie und wann dies geschehen könnte, bleibt jedoch offen – Anleger hatten zudem einen deutlich besseren Ausblick auf das laufende Jahr erwartet. Wie der Nutzfahrzeug-Hersteller am Mittwoch mitteilte, kletterte der gesamte Nettogewinn 2010 gegenüber dem Krisenjahr 2009 von 1,1 auf 9,1 Milliarden Kronen (von 124 Millionen auf rund eine Milliarde Euro). Beim Umsatz legte Scania um 26 Prozent auf 78,2 Milliarden Kronen zu. Konzernchef Leif Östling sagte zu Plänen für eine engere Kooperation mit MAN, es gebe seit dem vorigen Herbst Überlegungen, aber noch keine Entscheidungen: "Wir haben eine Anzahl offener Fragen in kommerzieller und juristischer Hinsicht." Das "Handelsblatt" hatte ebenfalls am Mittwoch berichtet, dass ein drohendes Kartellverfahren der EU gegen Scania und MAN sowie weitere Nutzfahrzeugkonzerne und weiterhin laufende Ermittlungen der Münchner Staatsanwaltschaft gegen frühere MAN-Manager im Nachgang der Schmiergeldaffäre die gemeinsamen Pläne bis auf weiteres blockieren. Der Wert der Scania-Aktie fiel trotz des Rekord-Jahresgewinns nach der Bilanzveröffentlichung um 5,2 Prozent. Dies galt als Reaktion auf die Ankündigung sinkender Gewinne durch den starken Kurs der Schwedenkrone sowie aktuelle Engpässe bei Zulieferungen. (ah)
Scania fährt Rekordgewinn ein
Die schwedische VW-Tochter Scania hat das vergangene Jahr mit einem Rekordgewinn abgeschlossen.