BVG-Chefin Sigrid Nikutta habe den Einsatz von Spezialisten des Herstellers am Montag mit Mercedes vereinbart, sagte deren Sprecherin Petra Reetz. Bei dem am Wochenende in Flammen aufgegangenen Bus seien alle für einen Brand im Motorraum in Frage kommenden Teile vom Hersteller im Rahmen der vereinbarten Qualitätskontrolle erst im September ausgewechselt worden. Am 18. Oktober habe der Bus nach 544.000 zurückgelegten Kilometern zudem eine Kontrolle bei der BVG durchlaufen. In den vergangenen Jahren waren bereits mehrere Mercedes-Benz-Busse der Reihe Citaro bei der BVG in Brand geraten. Bis auf eine Ausnahme seien alle 2002 gebaut worden, sagte Reetz. Insgesamt hat die BVG jetzt noch 197 Citaro-Busse unterschiedlicher Bauart in ihrem Besitz. Im nächsten Jahr solle die Hälfte davon durch neue Fahrzeuge ersetzt werden, kündigte Reetz an. Ob es dabei besondere Konditionen gibt, sagte sie nicht. In alle Citaro-Busse werden innerhalb der nächsten vier bis sechs Wochen Brandmeldeanlagen eingebaut. Alle neu angeschafften Busse sind inzwischen ab Werk mit einem Brandmelder ausgestattet; 649 der rund 1300 Busse haben dieses Warnsystem derzeit an Bord. Bei dem jetzt ausbrannten Modell fehlte es. Auf den Brand war der Busfahrer von einem Autofahrer hingewiesen worden. Auch die Verkehrsverwaltung dringt darauf, die Brandursachen schnell zu finden und zu beseitigen. Dass bisher niemand verletzt worden sei, sei Glück gewesen, sagte Verwaltungssprecher Mathias Gille. Notfalls werde auch Senatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) externe Fachleute in die BVG-Werkstätten schicken. Nach Vorwürfen auch aus dem eigenen Haus, in den Werkstätten sei – ähnlich wie bei der S-Bahn – zu viel Personal abgezogen worden, worunter die Qualität leide, hat die BVG inzwischen die Zahl der Mitarbeiter um 20 erhöht. (ah)
Spezialisten untersuchen Busbrände der BVG
Nachdem am Samstag erneut ein Bus der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ausgebrannt ist, sollen Spezialisten des Herstellers Mercedes-Benz jetzt in den Werkstätten der BVG nach möglichen Ursachen suchen, berichtet der Tagesspiegel.