Experten erwarten, dass sich die Transporte in Europa bis 2030 gegenüber 2005 verdoppeln werden. Dem werden die Straßen nach heutigem Stand nicht gewachsen sein, so das Fazit einer Studie von MAN in Kooperation mit der Economist Intelligence Unit, bei der 220 leitende Angestellte von Transportunternehmen aus zehn Ländern in einer repräsentativen Umfrage interviewt wurden. Christopher Watts, Autor der Economist-Studie: „Ohne mehr Investitionen in die Infrastruktur droht der Verkehrsinfarkt mit weitreichenden wirtschaftlichen Konsequenzen. So fallen allein in Großbritannien schon heute jährlich staubedingte Kosten zwischen acht und neun Milliarden Euro an, außerdem belasten Staus durch höheren Treibstoffverbrauch die Umwelt.“ Größtes Hemmnis für eine Verbesserung des Transportsystems ist nach Ansicht der Manager die unzureichende staatliche Effektivität (46 Prozent), fehlendes politisches Interesse (40 Prozent), die Politisierung der Prioritäten (39 Prozent) sowie das Fehlen öffentlicher Gelder (37 Prozent). Nur 11 Prozent der Befragten sahen keine Hinderungsgründe. Bei der Qualität und Leistungsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur steht Deutschland laut Studie (noch) auf Platz eins. Allerdings schneidet Frankreich bei den Investitionen ins Straßennetz besser ab als Deutschland. (akp)
Studie: Es droht der Verkehrskollaps
Eine weltweite Studie von MAN in Kooperation mit „The Economist“ zur Zukunft des Transports identifiziert erhebliche Defizite bei der Verkehrsinfrastruktur. Deutschland steht noch auf Platz eins.