Wie das „Handelsblatt“ berichtet, hat Trenitalia gute Aussichten, die deutschen Arriva-Strecken von der Deutschen Bahn zu übernehmen. Die Bahn hat Arriva in diesem Jahr für 2,8 Milliarden Euro gekauft und muss sich aus kartellrechtlichen Gründen von Arriva Deutschland trennen. Die Verhandlungen um die deutsche Tochter gingen nach Angaben aus Verhandlungskreisen in die Endphase. Bis zum 29. November müssten die verbliebenen Bieter ein rechtlich bindendes Gebot für das Unternehmen abgeben, das zuletzt mit knapp 30 Millionen Zug- und 55 Millionen Buskilometern im Jahr rund 460 Millionen Euro Umsatz gemacht hatte. Trenitalia gilt als Überraschungskandidat. Die italienische Staatsbahn war erst im Herbst hinzugestoßen. Sie tritt gemeinsam mit dem in Luxemburg ansässigen Finanzinvestor Cube an. Bisher wurde erwartet, dass die französischen Wettbewerber Veolia oder Keolis – eine Beteiligung der französischen Staatsbahn SNCF – das beste Angebot vorlegen würden. Beide Gesellschaften könnten ihre Position im deutschen Markt mit den von Arriva betriebenen Verkehren nicht unerheblich ausbauen. (ah)
Trenitalia bietet für Arriva Deutschland
Die italienische Staatsbahn Trenitalia steigt möglicherweise im nächsten Jahr in den deutschen Nahverkehrsmarkt ein.