Seit 1. Januar 2012 bezieht das Verkehrsunternehmen Ökostrom und ab 1. Juli ist auch der Bezug von Bioerdgas gesichert. Beim Ökostrom hat die VAG die gesamte Bezugsmenge umgestellt. Das Bioerdgas deckt den Jahresbedarf der zehn neuen Erdgasbusse. Ziel der VAG ist es, auch in diesem Punkt dem Anspruch zum nachhaltigen Wirtschaften gerecht zu werden. Geliefert werden der Ökostrom und das Bioerdgas von der N-ERGIE Aktiengesellschaft. TÜV-Zertifikate bestätigen die Herkunft. Aufkleber an Straßenbahnen und U-Bahnen sowie an den zehn neuen Erdgasbussen weisen ab sofort auf die noch bessere Umwelt- und Klimabilanz des Nürnberger öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) der VAG hin.
„Wir wollen Vorbild sein. Da der öffentliche Personennahverkehr sowieso eine sehr gute Ökobilanz hat, ist dieser Schritt konsequent und das Tüpfelchen auf dem ‚i‘“, begründet der Vorstandsvorsitzende der VAG, Josef Hasler, die Entscheidung. Dank des Ökostroms, der zu 100 Prozent aus Wasserkraft erzeugt wird, sinkt der Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid CO2 der VAG jährlich um über 30.000 Tonnen. Der Bezug des Ökostroms aus Schweizer Wasserkraftwerken ist bis 2015 vertraglich vereinbart und die Produktion und Einspeisung über TÜV-Zertifikat belegt. Die Mehrkosten für Ökostrom sind extrem gering, so die VAG. Pro Fahrt betrage der Betrag nicht einmal einen Zehntel Cent. Dem gegenüber stehe der enorme Umwelt- und Klimaschutzbeitrag, der wiederum die volkswirtschaftliche Bilanz des Nürnberger Nahverkehrs weiter verbessere.
Die Biogastechnologie zur Energieproduktion habe erst in den vergangenen zehn Jahren Fuß gefasst. Diese Technologie könne noch wesentlich effizienter genutzt werden, indem man Biogas veredle und schließlich als Bioerdgas ins Netz einspeise. Das von der VAG bezogene Bioerdgas entstehe durch die Vergärung von biologischen Reststoffen. „Auch diese neue Energieart braucht einen Absatzmarkt und hier sieht sich die VAG mit Blick auf eine Ressourcensicherung in der Zukunft heute schon gefordert“, begründet Tim Dahlmann-Resing, der als Generalbevollmächtigter für Planung und Kundenangelegenheiten zuständig ist, den Bezug. Denn nur wenn Mengen abgenommen würden, könnten Erfahrungen mit dem Einsatz gesammelt werden. Dahlmann-Resing: „Bioerdgas kann sich nur so zu einer wirklichen Alternative zu anderen Kraftstoffen entwickeln.“ Die VAG deckt damit 15 Prozent ihres Gesamtbedarf an Erdgas oder soviel wie die zehn, 2012 in Betrieb genommenen neuen Erdgasbusse pro Jahr verbrauchen. (ah)