VDV: ADAC-Schulbus-Check nicht repräsentativ

25.02.2008 07:29 Uhr
VDV: ADAC-Schulbus-Check nicht repräsentativ
© Foto: ADAC

„ADAC verzerrt und dramatisiert“, erklärt der Verband.

„Der ADAC hat in einem Schulbus-Check nicht repräsentative Stichproben untersucht und auf Grund der dabei ermittelten Erkenntnisse die verallgemeinernde Botschaft ‚Kinder im Bus – eingepfercht wie Ölsardinen’ getroffen“, stellte Prof. Dr.-Ing. Adolf Müller-Hellmann, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), fest. Die Realität sehe anders aus: Das Gros der Schüler komme bequem und sicher an den Ausbildungsplatz. Das Fahren mit Bussen und Bahnen sei, betonte Müller-Hellmann, nach wie vor der sicherste Weg, zur Schule zu kommen. Dies hätten die im Herbst 2007 von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung veröffentlichten Zahlen zum Schülerunfallgeschehen 2006 erneut eindrucksvoll bestätigt. Der Weg mit dem Schulbus sei um mehr als zwölf Mal sicherer als mit dem Fahrrad und mehr als vier Mal sicherer als mit dem Pkw. Die Unfallversicherung gebe an, dass „das Risiko, bei der Beförderung durch Schulbusse einen Straßenverkehrsunfall zu erleiden, deutlich auf einen Tiefstwert gesunken“ sei. Eine große Zahl von Verkehrsunternehmen und –verbünden, erläuterte der VDV-Hauptgeschäftsführer, sei sehr aktiv, um die Situation im Ausbildungsverkehr weiter zu verbessern. In „Bus-Schulen“ beispielsweise würden Mitarbeiter der Unternehmen vor Ort in praktischen Demonstrationen am und im Fahrzeug Situationen durchspielen, um den sicheren Umgang mit Bussen und Bahnen zu trainieren. Auch in der Fahreraus- und -weiterbildung würden spezielle Bausteine für den Ausbildungsverkehr eingesetzt. Außerdem hätten in den vergangenen Jahren zahlreiche Verkehrsunternehmen ältere Schülerinnen und Schüler als Fahrzeugbegleiter im Ausbildungsverkehr ausgebildet. Die durchgängige Erkenntnis sei: Wo sie im Einsatz sind, gibt es tatsächlich weniger Probleme im Umgang der Schüler untereinander. Zustimmen könne, so Müller-Hellmann, der VDV der ADAC-Forderung, dass die Öffentliche Hand als Verantwortliche für den Weg zur Schule mehr Geld für den Schülerverkehr zur Verfügung stellen müsse. Gerade in den letzten Jahren seien die Finanzmittel für den Ausbildungsverkehr um mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr gekürzt worden.

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