Eine Ungleichbehandlung der Verkehrsträger beim Emissionshandel beklagt der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen VDV in seinem neuen Positionspapier "Klimaschutz". "Der Öffentliche Verkehr ist zu einem großen Teil elektrisch", sagte VDV-Hauptgeschäftsführerin Dr.-Ing. Claudia Langowsky. Fast 90 Prozent der Schienengüterverkehrsleistung und ein großer Teil des Personennahverkehrs in Deutschland erfolgt mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen. "Für ihre Leistungen unterliegen die Unternehmen schon seit 2005 dem Emissionshandel. Im letzten Jahr haben die VDV-Unternehmen bereits 100 Millionen Euro für CO2-Zertifikate bezahlt", so Langowsky weiter. "Andere Verkehrsträger auf Straße, Wasser oder in der Luft hatten diese Belastung nicht. Das ist eine klare Wettbewerbsverzerrung zulasten der Schiene!" Um die Benachteiligung des Öffentlichen Verkehrs auszugleichen, fordert VDV in seinem Positionspapier die Befreiung von Energiesteuern für den elektrisch betriebenen Öffentlichen Verkehr. Das Positionspapier steht unter http://www.vdv.de zum Herunterladen bereit.
VDV: Wettbewerbsverzerrung beim Emissionshandel
Neues Positionspapier: Doppelbelastung von Emissionshandel und Energiesteuer für den Öffentlichen Verkehr beenden.