Unternehmer, Politiker, Wissenschaftler, Branchenkollegen hatten zwei Tage lang über die Zukunft des Omnibusses und seine Rolle im Straßenpersonennahverkehr diskutiert. Mut machte der Branche der kurzfristig anberaumte Besuch des neuen Ministers für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius. In seinem Grußwort sicherte der Politiker der Busbranche seine volle Unterstützung zu. Die Förderpolitik der letzten 20 Jahre seit dem Mauerfall mit dem Ergebnis einer hervorragenden Infrastruktur mit modernen Bussen und Betriebshöfen müsse auch in Zukunft fortgeführt werden, forderten die Busunternehmer beim Mitteldeutschen Omnibustag. Die mittelständischen Unternehmer zeigten sich hoffnungsfroh, dass ihre Anstrengungen für einen fahrgastfreundlichen umweltfreundlichen Nahverkehr mit dem Bus auch im neuen Haushalt durch einen angemessenen Haushaltsansatz belohnt werden. In der Debatte mit namhaften Verkehrsexperten wie Prof. Heiner Monheim von der Universität Trier zeigte sich deutlich, dass der Bus – bei bedarfsgerechtem Angebot - noch enorme Fahrgast-Potenziale bietet. Ebenso zuversichtlich zeigte sich Touristikexperte Prof. Karl Born von der FH Wernigerode. Der Bus biete auch im Urlaub entscheidende Vorteile wie Komfort, Sicherheit, Umweltfreundlichkeit, Geselligkeit und Individualität bei der Programmgestaltung. Das Tagungsmotto „Angebot fördert Nachfrage“ wurde als These heiß umstritten, aber schlussendlich von den Teilnehmern mehrheitlich begrüßt und bestätigt. Nicht zuletzt zeigen einige positive Beispiele in Thüringen, dass innovative und mutige Angebote durchaus mit guter Akzeptanz durch die Fahrgäste belohnt werden.
Viel Optimismus beim MDO
Der Omnibus steht vor einer Trendwende, vor einer Renaissance. Dies war die einhellige Meinung der rund 300 Teilnehmer des 5. Mitteldeutschen Omnibustags am 11. und 12. November in Gera.