Weniger Vandalismusschäden durch Videoüberwachung

08.09.2010 11:36 Uhr
KVV Videoanlage
© Foto: KVV

Die in den Bahnen und Bussen des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) eingebauten Videoschutzanlagen haben zu einem merklichen Rückgang von Vandalismusschäden geführt.

Wie der KVV bekannt gab, sei mit der in den vergangenen drei Jahren stetig angewachsenen Zahl von nachträglich eingebauten Videoschutzanlagen gleichzeitig die Anzahl und auch die Höhe von mutwilligen Beschädigungen gesunken. Das Risiko, durch die Auswertung der Videoaufzeichnungen von der Polizei zweifelsfrei als Täter ermittelt zu werden, wirke in hohem Maß abschreckend. Derzeit sind 60 Prozent der Zweisystem- und Gleichstromfahrzeuge von AVG und VBK mit den Anlagen ausgerüstet. Auf diese 159 Fahrzeuge entfielen im ersten Halbjahr dieses Jahres 24 Schäden, die durch Vandalismus ausgelöst wurden. Bei den noch nicht mit Videoschutz ausgerüsteten 92 Bahnen sind dagegen von Januar bis einschließlich Juni 42 Vandalismusschäden registriert worden. Mit den Anlagen, deren Daten 48 Stunden gespeichert und dann automatisch überschrieben werden, sind derzeit alle 70 Niederflurfahrzeuge, alle Stadtbahnfahrzeuge und bereits 30 Zweisystemfahrzeuge ausgerüstet. Die übrigen 92 Zweisystemfahrzeuge werden Zug um Zug nachgerüstet. 2008 gab es bei einem Einbaustand von 92 mit Videoschutzanlagen noch 155 Vandalismusschäden, 2009 waren es bei 144 Fahrzeugen mit in den Fahrzeugdecken eingelassenen Kameras nur noch 116 Schäden. Von den bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) derzeit eingesetzten 50 Bussen sind die 16 neuen „Citaro“-Modelle mit Videoschutzanlagen ausgestattet. Alle künftig neu beschafften Busse werden automatisch mit derartigen Anlagen bestellt. Erfreulich seien auch die mit dem Absinken der Schäden verbundenen gleichzeitig sinkenden Reparaturkosten: 2009 betrugen sie noch 35.800 Euro pro Monat, im ersten Halbjahr dieses Jahres lagen die Kosten für die Beseitigung von zerkratzen Scheiben, aufgeschlitzten Polstern oder das Entfernen von Graffiti mit 28.300 Euro um 20 Prozent niedriger. Als Nebeneffekt wird auch der Reinigungsaufwand in den Fahrzeugen in Grenzen gehalten, weil mutwillige Verunreinigungen zurückgegangen sind. (ah)

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