Der ÖPNV sei entscheidend für Wirtschaft, Umwelt und Bevölkerung in der Region sowie für ganz Deutschland, eröffnete der Vorsitzende der VDV-Landesgruppe, Prof. Dr. jur. Stephan Rolfes, das „Zukunftsforum Mobilität“. „Mit den Kürzungen im ÖPNV hat der Bund in den letzten Jahren große Sünden begangen. Die Regionalisierungsmittel müssen unbedingt wieder aufgestockt werden“, forderte Dorothea Steiner, Direktkandidatin zur Bundestagswahl und Landesvorsitzende der Grünen in Hannover. Uwe Beckmeyer, Sprecher der Arbeitsgruppe Verkehr, Bau und Stadtentwicklung der SPD-Bundestagsfraktion, forderte den Erhalt und die Erhöhung der Regionalisierungsmittel: „Der Bund muss die Finanzierung des ÖPNV weit über 2014 sichern und einen effizienten Einsatz der Mittel garantieren. Er muss die Länder verpflichten, die Verwendung der Gelder transparent zu machen.“ Dass der ÖPNV gerade in Flächenländern wie Niedersachsen zentral ist, betonte Siegfried Stresing, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Familienverbands e. V. DFV. Eine aktuelle, vom Deutschen Städtetag, 13 Bundesländern und dem VDV beauftragte Finanzierungsstudie zeigt, dass in den kommenden Jahren ein erheblicher Finanzbedarf besteht, um die vorhandene Infrastruktur sowie den Betrieb von Bussen und Bahnen zu gewährleisten und weiterzuentwickeln. Allein für Erneuerungsinvestitionen besteht ein Nachholbedarf von 2,4 Milliarden Euro. Und jährlich kommen 330 Millionen Euro hinzu.
Zukunftsforum Mobilität
Die Landesgruppe Niedersachsen/Bremen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. VDV hatte Politiker und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft ins Alte Rathaus in Hannover eingeladen, um über die Zukunft der Mobilität zu diskutieren.