Mit dem Abschluss der Bundesförderung im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr” hat der Regionalverkehr Köln (RVK) den vollständigen Abruf von 108 Wasserstoffbussen, die vom Bundesverkehrsministerium gefördert wurden, abschlossen. Mit Bussen des Modells Wrightbus Kite Hydroliner FCEV seien Ende 2025 die letzten geförderten Fahrzeuge auf den Betriebshöfen der RVK eingetroffen, so das Verkehrsunternehmens, das vom Erreichen eines Meilensteins sprach.
"Innerhalb weniger Jahre ist in der Region Köln die größte Wasserstoffbusflotte Europas entstanden."
Bundesverkehrsministr Patrick Schnieder
Busse von Solaris und Wrightbus
Die Förderung wurde bereits 2022 bewilligt. Innerhalb von drei Jahren verdreifachte sich damit die Wasserstoffbusflotte der RVK von 52 auf 160 Fahrzeuge. 108 geförderte Wasserstoffbusse verteilen sich auf drei verschiedene Modelle der Fahrzeughersteller Solaris (Urbino 12 hydrogen und Urbino 18 hydrogen) und Wrightbus. Man habe mit der Beschaffung unterschiedlicher Modelle „bewusst auf verschiedene Fahrzeugkonzepte, vielfältige Einsatzmöglichkeiten und verschiedene technische Ansätze gesetzt“, um Erfahrungen unter realen Betriebsbedingungen zu sammeln und unterschiedliche Stärken zu nutzen, so die RVK.
RVK setzt auf einen Antriebsmix
„Die RVK zeigt eindrucksvoll, wie unsere Förderung klimafreundliche Busse auf die Straße bringt. Innerhalb weniger Jahre ist in der Region Köln die größte Wasserstoffbusflotte Europas entstanden“, sagte Bundesverkehrsministr Patrick Schnieder (CDU) dazu. Doch auch wenn Wasserstoff nun einen großen Teil der gesamten Busflotte der RVK ausmacht, ist diese Antriebsform nur ein Bestandteil der Strategie des Mobilitätsmixes, die man verfolge, betont das Unternehmen. Man setze auf Wasserstoff, batterieelektrischen Antrieb, Bio-Methan (im Kreis Euskirchen) und Diesel. Dieselfahrzeuge sollen bei der RVK allerdings sukzessive abgeschafft werden.
"Unser Ziel heißt Null Emission – und das bedeutet für uns einen vorausschauenden und stufenweisen Aufbau der klimaneutralen Flotte."
Marcel Frank, Geschäftsführer von Regionalverkehr Köln (RVK)
Fokus auf Infrastruktur und batterieelektrische Busse
Der zuletzt priorisierte Ausbau der Wasserstoffbusflotte basierte auf der hohen Reichweite und der kurzen Betankungszeit. Ein Umlauf der Linie 260 von Remscheid bis Köln mit einer Gesamtlänge von knapp 100 Kilometern ist mit Wasserstoffbussen zuverlässig möglich. Aktuell laufende Bauprojekte wie der Grüne Mobilhof in Bergisch Gladbach und das Aus- und Weiterbildungszentrum in Mechernich unterstützen zudem den gestiegenen Bedarf der Wasserstoffversorgung mit Elektrolyseuren zur Eigenproduktion. Sie markieren gleichzeitig den Startschuss für den Ausbau der Batterieelektrik bei der RVK, der für die kommenden Jahre fest eingeplant ist.