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Daimler Buses: Ersatzteile für Busse zum Selberdrucken

Ersatzteile im Unternehmen selber drucken: Lizenz erwerben, bestellen, drucken. Nach erfolgreichem Druck erlischt die jeweilige Lizenz ohne Speicherung der Daten.
© Foto: Daimler Truck Media

Eigner von Omnibussen der Marken Mercedes-Benz und Setra können zukünftig schnell und günstig zahlreiche Ersatzteile im eigenen Haus herstellen. Erforderlich für die Mini-Teilefabrik im Busunternehmen sind lediglich ein zertifizierter 3D-Drucker, eine einmalige Anmeldung sowie der Erwerb einer Lizenz für das jeweils benötigte Teil in der gewünschten Menge.


Datum:
18.05.2022
Autor:
Judith Böhnke
Lesezeit: 
4 min
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Das Angebot ist bislang einzigartig in der Branche. Doch Busse müssen rollen, und eine schnelle Verfügbarkeit von Ersatzteilen leistet ihren Beitrag, um die Flotte auf der Straße zu halten. Der neue Inhouse-Teileservice kommt da einer kleinen Revolution gleich: Kein umständlicher Bestellvorgang, kein Transport, keine Wartezeiten, stattdessen eine flexible Versorgung mit Ersatzteilen aus dem eigenen Haus rund um die Uhr an jedem Tag in der Woche – der neue 3D-Druck-Lizenzshop von Omniplus macht’s möglich.

Ab Juni dieses Jahres stehen von den aktuell über 1.500 unterschiedlichen 3D-Druck-fähigen Teilen im digitalen Lager mehr als 100 Teile als erste Lizenzen zur Verfügung. Weitere Ersatzteile als digitale Lizenzen werden folgen. 

Ersatzteile selber drucken: So geht's

Busunternehmen melden sich dazu einmalig im 3D-Printing Licence eShop mit ihrem 3D‑Drucker an. Im Shop werden dabei ausschließlich die Teile angezeigt, die für den vorhandenen Drucker verfügbar oder mit ihm kompatibel sind. Den Start setzte Daimler Buses mit dem industriellen 3D‑Drucker-Hersteller „Farsoon Technologies“ um. Weitere 3D-Druckeranbieter werden Schritt für Schritt integriert. Der partizipierende Busunternehmer erwirbt eine verschlüsselte 3D‑Druck-Lizenz für das aktuell benötigte Teil in der gewünschten Menge und kann dieses dann im eigenen Unternehmen ausdrucken. Nach erfolgreichem Druck erlischt die jeweilige Lizenz ohne Speicherung der Daten.

Alternativ gibt der Unternehmer seinen Bedarf beim nächstgelegenen Servicepartner von Omniplus an. Dieser erwirbt dann die entsprechende Lizenz und übernimmt den Druck. Um zu gewährleisten, dass die Daten während des gesamten Vorgangs geschützt sind und die bestellte Stückzahl eingehalten wird, kommt die Verschlüsselungstechnologie von „Wibu‑Systems“ zum Einsatz.

Durch die Daten und individuelle Bauanleitung, dem sogenannten digitalen Zwilling, im digitalen Lager und die Bereitstellung verschlüsselter 3D-Druck-Lizenzen, ist es möglich, Ersatzteile auf schnellstem Wege weltweit genau dort zur Verfügung zu stellen, wo sie aktuell benötigt werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: schnellere Teilverfügbarkeit, kürzere Lieferketten und Einsparung von Kosten.

Digitales Ersatzteillager für Omnibusse von Mercedes-Benz und Setra

Daimler Buses ist Vorreiter in der gesamten Automobilbranche beim industriellen 3D-Druck. Bereits seit 2016 setzt man auf die Möglichkeiten der digitalen Fertigungstechnologie. Die Servicemarke Omniplus hat mittlerweile rund 40.000 Omnibus-Ersatzteile der Marken Mercedes-Benz und Setra als 3D-druckfähig definiert. Zunächst fokussiert sich Omniplus auf mehr als 7.000 Teile, die Schritt für Schritt digitalisiert werden. Auf diese Weise entsteht eine Art digitales Lager, das kontinuierlich erweitert wird. Es umfasst sowohl gängige Ersatzteile als auch selten benötigte Teile für Kundensonderwünsche. Das virtuelle Lager bildet die Basis für das 3D-Druck-Lizenzmanagement, das die rasche Verfügbarkeit von Ersatzteilen weiter optimiert.

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