26.200 Busse und Fahrgestelle: So viel konnte Daimler Buses 2016 weltweit absetzen – 1.900 Einheiten weniger als im Vorjahr. Das erklärte Hartmut Schick, Leiter Daimler Buses, heute auf einem Jahrespressegespräch in Gerlingen bei Stuttgart. Den Umsatz hingegen konnte das Unternehmen um zwei Prozent auf rund 4,2 Milliarden Euro steigern. Ebenso wie das Ergebnis, das mit 258 Millionen Euro um 28 Prozent höher lag als im Vorjahr. Hauptgrund: das gute Komplettbusgeschäft in Europa. Daimler Buses steigerte hier den Absatz um rund drei Prozent auf 8.800 Fahrzeuge. In Deutschland stiegen die Neuverkäufe um zehn Prozent auf 3.100 Einheiten. Ein positiver Einflussfaktor: das Fernbusgeschäft. Daimler Buses rechnet in diesem Segment auch in Zukunft mit positiven Impulsen. Bei der Umsatzrendite erreichte Daimler Buses 2016 einen Wert von 6,2 Prozent – im Vergleich zu 4,9 Prozent im Vorjahr. Ebenfalls erfreulich: Mit 3.000 Auslieferungen konnte die Marke Setra 2016 einen Rekordwert verbuchen.
„Mit der Bilanz des Jahres 2016 sind wir bei Daimler Buses zufrieden. Wir haben viel erreicht. Jetzt nutzen wir unsere starke Position und investieren bis 2018 weitere 600 Millionen Euro in die Zukunft unserer Bussparte“, resümiert Hartmut Schick. Themen der Zukunft sind das teilautomatisierte Fahren, die Elektromobilität und die digitale Vernetzung. Doch auch bei den Verbrennungsmotoren OM 470 und 471 soll es keinen Stillstand geben: Die Kraftstoffeffizienz soll noch einmal um bis zu vier Prozent gegenüber den Vorgängern verbessert werden.
Als Sorgenkinder stellten sich im letzten Jahr die Türkei, Argentinien und Mexiko heraus: In der Türkei lag der Absatz mit 640 Einheiten deutlich unter dem Vorjahreswert. Schick macht die politische Lage und die negativen Auswirkungen auf den Tourismus dafür verantwortlich. In Mexiko und Argentinien sank der Absatz von Daimler Buses leicht. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte das Unternehmen seine Marktführerschaft in allen drei Ländern behaupten. Der Busmarkt in Brasilien hat mit einem weiteren Minus von 34 Prozent einen langjährigen Tiefststand erreicht. Daimler Buses konnte entgegen dem Negativtrend seinen Marktanteil um knapp sechs Prozentpunkte auf 58 Prozent ausbauen. Brasilien hat sich parallel zu einem wichtigen Standort für den Export entwickelt, ebenso wie Indien. Von Brasilien aus gingen 2016 insgesamt 6.000 Fahrzeuge ins Ausland, in Indien waren es 430 Einheiten.
Für 2017 erwartet Daimler Buses eine deutliche Absatzsteigerung, beim Gewinn wird eine leichte Steigerung angestrebt. (ah)