E-Bus-Ranking: Mannheim fährt vorneweg

12.10.2026 13:30 Uhr
Elektro-Linienbus in Mannheim
Mannheim ist laut einem neuen Ranking führend beim Einsatz von Elektrobussen im ÖPNV
©Foto: picture alliance/dpa/Uwe Anspach

Bei der Elektrifizierung ihrer Busflotten trennen Deutschlands Großstädte inzwischen Welten. Während neben Mannheim noch zwei weitere Städte mehr als die Hälfte ihrer Busse elektrisch betreiben, fahren in fünf Städten noch gar keine Batteriebusse. Wer im aktuellen Ranking der Deutschen Umwelthilfe ganz oben und ganz unten steht.

Die Elektrifizierung der Stadtbusflotten kommt in Deutschland unterschiedlich schnell voran. Laut einer aktuellen Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) führt Mannheim das Ranking der 40 größten Städte mit einem Batteriebus-Anteil von 60,6 Prozent an. Dahinter folgen Freiburg (51,7 Prozent) und Karlsruhe (51,6 Prozent). Ebenfalls weit vorne liegen Nürnberg (48,1 Prozent) und Münster (46,0 Prozent).

Am anderen Ende der Tabelle finden sich Magdeburg, Krefeld, Wuppertal, Essen und Augsburg. Dort war zum Stichtag 31. Dezember 2025 kein batterieelektrischer Bus im Bestand. In Düsseldorf, Gelsenkirchen und Erfurt lag der Anteil sogar bei weniger als fünf Prozent.

Durchschnittliche E-Bus-Quote liegt bei 19,4 Prozent

Insgesamt zeigt die Untersuchung ein deutliches Gefälle: Im Durchschnitt liegt der Anteile batterieelektrischer Busse in den 40 größten deutschen Städten bei 19,4 Prozent, Gleichzeitig sind nach Angaben der DUH noch rund 79 Prozent der Busse nicht batterieelektrisch unterwegs.

Für das Ranking berücksichtigte die DUH nicht nur den aktuellen Fahrzeugbestand, sondern auch die bis 2030 geplanten Neubeschaffungen. Kritisch sehen die Autoren, dass viele Städte weiterhin Verbrennerbusse bestellen wollen. Besonders hoch sind die Anteile geplanter Verbrennerbeschaffungen laut Studie in Halle (100 Prozent), Rostock (85,7 Prozent), Mainz (67,7 Prozent) und Augsburg (66,7 Prozent).

Die DUH warnt vor einem „fossilen Lock-in“. Da Stadtbusse im Durchschnitt rund zwölf Jahre im Einsatz bleiben, könnten noch 2030 angeschaffte Verbrennerfahrzeuge bis in die 2040er-Jahre im Linienverkehr unterwegs sein.

Zugleich verweist die Umweltorganisation auf Vorreiterstädte, die bei Neubeschaffungen bereits vollständig auf elektrische Antriebe setzen. Dazu zählen unter anderem Berlin, Bochum, Bremen, Dortmund, Dresden, Freiburg, Kiel, Köln, Leipzig, Lübeck, München, Münster und Nürnberg.

Die Top 10 bei E-Bussen im Überblick

  1. Mannheim (60,6 % Elektro-Quote im Bestand)
  2. Freiburg (51,7 %)
  3. Karlsruhe (51,6 %)
  4. Nürnberg (48,1 %)
  5. Münster (46,0 %)
  6. Kiel (33,0 %)
  7. Braunschweig (32,9 %)
  8. Lübeck (28,9 %)
  9. Bremen (27,0 %)
  10. Köln (25,9 %)

Die Schlusslichter sind Magdeburg, Krefeld, Wuppertal,  Essen) und Augsburg  mit 0,0 Prozent Elektro-Quote im Bestand.

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