Inzwischen werden die Fahrzeuge täglich in der norwegischen Hauptstadt eingesetzt. Der Auftrag ist Teil des Europäischen Erprobungsprogramms für Wasserstoffbusse. Bushersteller Van Hool konnte vor anderthalb Jahren eine Bestellung über fünf Brennstoffzellenbusse im Rahmen einer internationalen Ausschreibung durch Ruter A/S in Oslo verbuchen. Die umfassende Erfahrung von Van Hool mit der Lieferung von Brennstoffzellenbussen an die Vereinigten Staaten, die Anzahl der komfortablen Sitzplätze in Fahrtrichtung und die Gesamtkapazität waren die wichtigsten Trümpfe für den Erhalt des Auftrags.
Die Brennstoffzellenbusse vom Typ Van Hool A330 sind 13 Meter lang und haben drei Achsen. Drei Türen geben Zugang zu einem Niedrigflur bis zur Mitteltür. Der Bus verfügt über 37 Sitzplätze, davon 34 in Fahrtrichtung. Die Brennstoffzellen stammen vom kanadischen Hersteller Ballard Power Systems. Sie bilden zusammen mit den Lithium-Batterien und Siemens-Antriebsmotoren die Basis des Antriebs. Der Bus verfügt über einen Hybridantrieb mit elektrischer Energie. Einerseits wird Wasserstoff in der Brennstoffzelle in Strom umgesetzt, mit Wasserdampf als einzigem Ausstoß, und andererseits sorgen die Batterien jedes Mal bei Bedarf für einen zusätzlichen Antrieb. Dank dieses Hybridantriebs und der Rückgewinnung der Bremsenergie beschränkt sich der Wasserstoffverbrauch auf etwa 30 Kilogramm täglich je Bus, erklärt Van Hool.
Die fünf Busse werden auf der Linie 81A Vestbanen (westlich von Oslo) nach Greverud auf einer Strecke von rund 20 Kilometern eingesetzt. Die Wasserstofftankstelle in Rosenholm wurde durch Air Liquide gebaut; sie produziert mehr als 200 Kilogramm Wasserstoff am Tag. Die Ausrüstung wurde durch Hydrogenics in Westerlo geliefert. Der für die Elektrolyse von Wasser benötigte grüne Strom stammt von einem nahe gelegenen Wasserkraftwerk und ist folglich vollständig erneuerbar und CO2-frei ab der Quelle und über den vollständigen Kreislauf. (ah)