„Wir haben in den vergangenen Wochen mit Hochdruck eine weltweite Investorensuche durchgeführt, jedoch bis heute noch kein belastbares Angebot vorliegen. Dennoch werden wir weiter alles tun, um die letzten Chancen für eine übertragende Sanierung zu nutzen“, machte der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé bei einer Mitarbeiterversammlung in Pilsting deutlich. Aufgrund fehlender Aufträge und Liquidität gebe es jedoch keine Möglichkeit, den Geschäftsbetrieb nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens Ende Juni fortzuführen. „Der Insolvenzgeldzeitraum für die Mitarbeiter läuft Ende Juni aus. Da wir keine Mittel haben, um Löhne und Gehälter zu bezahlen und um weitere Nachteile für die Mitarbeiter zu vermeiden, bleibt uns keine Wahl, als die aktuell noch rund 280 Beschäftigten zum Monatsende zu kündigen und frei zu stellen“, musste der vorläufige Insolvenzverwalter den Mitarbeitern mitteilen.
Die Weiterführung der Produktion würde erhebliche Verluste bedeuten. Zudem wurde bereits seit Wochen kein neues Material beschafft. „Da auch von Kundenseite in der gegenwärtigen Situation kein Interesse mehr bestand, neue Fahrzeuge aus bestehenden Vereinbarungen abzunehmen, läuft die Ausproduktion jetzt zeitnah aus. Ob und wann die Produktion wieder aufgenommen werden kann, hängt vom Ausgang der Investorensuche ab“, so Jaffé. (akp)