Darunter seien sowohl Mitarbeiter aus dem Vertrieb von MAN als auch Beschuldigte aus dem Bereich der Empfänger der Schmiergelder, teilten die Ermittler nach Abschluss der Durchsuchungen im Zusammenhang mit den Vorwürfen mit. Zwei Verdächtige seien vergangene Woche festgenommen worden, wobei ein Haftbefehl wieder außer Vollzug gesetzt worden sei. Es wurden 59 Objekte durchsucht, darunter Hauptsitz, Werke und Niederlassungen der MAN. Es seien 300 Polizisten, 100 Steuerfahnder und 26 Staatsanwälte im gesamten Bundesgebiet im Einsatz gewesen. Allein in den Jahren 2002 bis 2005 sollen Schmiergelder in Höhe von einer Million Euro für den Verkauf von Fahrzeugen im Inland gezahlt worden sein. Bei Zahlungen im Ausland gebe es die Vermutung, dass das Geld unter anderem über Briefkastenfirmen in Malta, auf den Bahamas, British Virgin Islands, Zypern, London und New York sowie über Barauszahlungen geflossen sei.
MAN: Mehr als hundert Beschuldigte
Im Schmiergeldskandal bei MAN gibt es nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehr als hundert Beschuldigte, meldet die Nachrichtenagentur AFP.