MAN sieht in Partnerschaft mit Volkswagen und Scania neue Chancen

27.06.2011 13:59 Uhr
MAN
© Foto: MAN

Der Vorstandssprecher der MAN SE, Georg Pachta-Reyhofen, hat sich auf der Hauptversammlung des Unternehmens für eine Partnerschaft mit Volkswagen und Scania ausgesprochen.

„Aufsichtsrat und Vorstand sind unverändert davon überzeugt, dass durch eine engere Zusammenarbeit von MAN, Scania und Volkswagen substanzielle Synergien in den Bereichen Einkauf, Entwicklung und Produktion erschlossen werden können“, sagte Pachta-Reyhofen vor MAN-Aktionären in München. Kennzeichnend für die Nutzfahrzeugmärkte seien zunehmend komplexere technische Anforderungen an Lkw und Busse, immer kürzere Entwicklungszyklen aufgrund sich verschärfender Umweltgesetze und eine intensivere Wettbewerbssituation. In einer engen Zusammenarbeit würden alle beteiligten Partner noch schlagkräftiger. Ziel sei ein nachhaltiges profitables Wachstum auf allen Märkten und eine wertschaffende Weiterentwicklung von MAN. Gleichzeitig betonte Pachta-Reyhofen, dass die Identität von MAN in jedem Fall gewahrt bleiben werde: „Der einzigartige Kern, der MAN ausmacht, der uns eine Identität gibt und alle Mitarbeiter – vom Lehrling bis zum Vorstand – stolz macht für dieses Unternehmen zu arbeiten, wird erhalten bleiben. Denn jeder der Partner weiß um diesen besonderen Wert von MAN und wird ihn pflegen.“ Wichtig sei außerdem, dass gemeinsam vereinbarte Grundprinzipien wie Markenunabhängigkeit und ungehinderter, weltweiter Marktzugang mit allen Produkten konsequent eingehalten würden. Das Geschäftsjahr 2010 verlief für die MAN Gruppe nach eigenen Angaben „sehr erfolgreich“. Dies hing einerseits mit einer Erholung der europäischen Nutzfahrzeugmärkte zusammen. Andererseits verbesserte sich auch das Marktumfeld im Geschäftsfeld Power Engineering. Der Dividendenvorschlag von 2,00 Euro je Aktie spiegelt diese positive Geschäfts- und Ertragsentwicklung wider, so MAN. Auch in das Jahr 2011 ist die MAN Gruppe positiv gestartet. So stieg der Auftragseingang im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 26 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro, der Umsatz erreichte 3,7 Milliarden Euro und das Operative Ergebnis von 325 Millionen Euro verweist ebenfalls auf die positive Marktsituation. „Für das zweite Quartal 2011 erwarten wir eine ähnlich gute Entwicklung“, zeigte sich Pachta-Reyhofen optimistisch. „Für das Gesamtjahr 2011 gehen wir von einem Umsatzwachstum von sieben bis zehn Prozent aus. Bei der Umsatzrendite erwarten wir einen Anstieg um mindestens einen Prozentpunkt.“ Dies werde auch in diesem Jahr wieder zu einem leichten Beschäftigungsaufbau führen. (ah)

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