Der Solobus Volvo 7700 Hybrid soll vom 4. Oktober bis 5. November im MVG-Netz seine Alltagstauglichkeit und sein Einsparpotenzial unter Beweis stellen. Er ist damit der vierte Hybridbus in München. Die MVG erprobt bereits je einen Gelenkbus von Solaris und Mercedes-Benz sowie einen Solobus von MAN mit diesel-elektrischem Hybridantrieb. MVG-Chef Herbert König kommentiert: „Unser in Deutschland wohl einmaliger Vergleichstest belegt erstens, dass die Hybridtechnik grundsätzlich funktioniert. Zweitens ist festzustellen, dass es zwischen den einzelnen Fahrzeugen und Hybridkonzepten beachtliche Unterschiede gibt. Drittens zeigt unser Praxisversuch aber auch, dass sich die ‚Ausbeute’ durch laufende Nachbesserungen der Hersteller an den Testbussen noch steigern lässt; mit der Industrie führen wir diesbezüglich einen intensiven Dialog. Bisher erfüllen die Fahrzeuge noch nicht alle Erwartungen und müssen daher weiter optimiert werden. Unterm Strich bedeutet all dies: Die Hybridtechnik beim Bus besitzt Potenzial – dieselelektrische Busse sind nach unserer Einschätzung eine praxistaugliche Zwischenlösung auf dem Weg zur reinen Elektromobilität im Busverkehr.“ Er sieht die Zeit jedoch noch nicht reif für Fahrzeugkäufe in größerem Umfang, da die Hybridfahrzeuge noch zu teuer seien. Der Volvo 7700 Hybrid nutzt einen parallelen Hybridantrieb und soll damit bis zu 30 Prozent Kraftstoff einsparen gegenüber einem konventionellen Stadtbus. Die Speicherung der Energie erfolgt in Lithium-Ionen-Batterien auf dem Dach des Fahrzeugs, die sich aufladen, wenn der Bus bremst. (akp)
München testet Volvo Hybridbus
Die Stadtwerke München (SWM) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) testen einen weiteren Hybridbus. Nach Mercedes, Solaris und MAN muss nun ein Volvo Hybrid seine Alltagstauglichkeit beweisen.