Die zwei Gelenkbusse vom Typ Solaris Urbino 18,75 electric haben eine Reichweite von mehr als 250 Kilometern. Sie werden von einem 240-kW-Elektro-Motor angetrieben und über Nacht aufgeladen. Während der Fahrt wird die Batterie über die Brennstoffzelle nachgeladen. Das ermöglicht tagsüber im Linienbetrieb eine vollkommen flexible Nutzung und stellt ohne Nachladen oder Nachtanken eine Reichweite sicher, die ein Bus im normalen Tagesbetrieb zurücklegt.. Bis zu 105 Fahrgäste können so schadstofffrei und geräuscharm befördert werden. Die Busse werden vornehmlich auf der im Dezember eröffneten Hamburger Innovationslinie 109 eingesetzt und erprobt.
Günter Elste, Vorstandsvorsitzender der Hochbahn: „Wir werden diese neue Technologie auf Herz und Nieren testen. Das Konzept überzeugt. Jetzt geht es darum, im Alltagseinsatz zu schauen, wie sich diese Busse ökologisch und ökonomisch bewähren. Ab 2020 wollen wir nur noch emissionsfreie Busse in Hamburg einsetzen. Allerdings gibt es solche Fahrzeuge noch nicht in Serienreife, sondern wir müssen unterschiedliche Technologien gemeinsam mit den verschiedenen Herstellern testen.“
Ziel des Projekts, das auf zwei Jahre ausgelegt ist: Die Hochbahn testet die verschiedenen Technologien unter identischen Rahmenbedingungen. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt durch das Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme und die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg.
Neben den Batteriebussen mit Brennstoffzelle als Range-Extender setzt die Hochbahn auch dieselelektrische Hybridbusse, Elektro-Hybridbusse mit Plug-In Technologie und Brennstoffzellenhybridbusse ein. Die umweltfreundliche Flotte der Hochbahn umfasst aktuell knapp 70 Fahrzeuge. (akp)
Neueste Elektrobusse in Hamburg kombinieren Batterie mit Brennstoffzelle
Weltweit erstmalig wird ein Batteriebus mit Brennstoffzelle als Range-Extender im regulären Fahrgastbetrieb eingesetzt, meldete die Hamburger Hochbahn.