USA: Solaris feiert US-Debüt mit Urbino 40 electric

06.10.2026 19:00 Uhr | Lesezeit: 1 min
USA: Solaris feiert US-Debüt mit Urbino 40 electric
Der für die USA entwickelte Urbino 40 electric
©Foto: Solaris

Solaris steigt in den US-Busmarkt ein. Auf der APTA 2026 in Chicago feiert der speziell für Nordamerika entwickelte Urbino 40 electric Weltpremiere.

Solaris hat auf der APTA TRANSform & EXPO in Chicago erstmals den Urbino 40 electric öffentlich vorgestellt. Der batterieelektrische Stadtbus wurde speziell für die Anforderungen des nordamerikanischen Marktes entwickelt. Mit der Premiere verbindet der polnische Hersteller zugleich seinen offiziellen Markteintritt in den USA. Der Urbino 40 electric basiert auf einer eigenen elektrischen Plattform und wurde an die gesetzlichen und betrieblichen Anforderungen in Nordamerika angepasst. Die Batterien sind vollständig auf dem Dach untergebracht. Nach Angaben von Solaris soll diese Anordnung unter anderem die Wartung vereinfachen und Vorteile bei der Sicherheit bieten.

Zur technischen Ausstattung gehören von Solaris entwickelte Lösungen für die Batterieintegration und Fahrzeugüberwachung. Hinzu kommen ein Batteriethermomanagement, eine energieeffiziente Klimatisierung sowie Fahrerassistenzsysteme. Auch der Fahrerarbeitsplatz wurde an die Anforderungen des US-Marktes angepasst. Dazu gehören eine vollständig abgeschlossene Fahrerkabine, Kameras anstelle klassischer Außenspiegel und Abbiegeleuchten. Im Fahrgastraum sollen breite Gänge und Multifunktionsbereiche die Zugänglichkeit und einen schnellen Fahrgastwechsel unterstützen.

Für Nordamerika plant Solaris sowohl 40 Fuß lange Solobusse als auch 60-Fuß-Gelenkbusse mit emissionsfreien Antrieben. Erste Aufträge in den USA hat der Hersteller bereits erhalten. Batterieelektrische Solaris-Busse sollen an King County Metro im Raum Seattle sowie an die San Francisco Municipal Transportation Agency geliefert werden. Im kanadischen Vancouver liefert Solaris zudem Oberleitungsbusse an TransLink. Solaris gehört seit 2018 zur spanischen CAF-Gruppe. Nach Unternehmensangaben hat der Hersteller bislang rund 30.000 Fahrzeuge an 900 Städte in 34 Ländern geliefert.

Warum diese Meldung wichtig ist:

Mit dem Markteintritt in den USA erweitert Solaris seinen Aktionsradius deutlich über den europäischen Kernmarkt hinaus. Nordamerika ist ein großer, aber stark regulierter und für europäische Hersteller schwer zugänglicher Busmarkt. Dass Solaris dafür eine eigene Fahrzeugplattform entwickelt und bereits erste Aufträge gewonnen hat, unterstreicht den internationalen Anspruch des Herstellers und baut zugleich dessen starke Position bei batterieelektrischen Stadtbussen weiter aus.

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