VBZ-Trolleybusse: Lithium-Ionen-Batterie statt Dieselaggregat

02.10.2012 13:01 Uhr
Trolleybus Verkehrsbetriebe Zürich VBZ
© Foto: VBZ

Die neue Trolleybusgeneration der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) wurde mit einer innovativen Technologie zur Verbesserung der Umweltbilanz und Leistungsfähigkeit ausgestattet.

Die neuen Trolleybusse der VBZ verfügen als Notaggregat nicht mehr über einen Dieselmotor, sondern über eine Lithium-Ionen-Batterie, was weltweit in dieser Kombination einzigartig ist. Dank der Batterie werden die Fahrzeuge noch umweltfreundlicher. Auch bei Notfahrt verursachen sie keine Abgas-Emissionen. Für die Fahrgäste aber auch für Anwohner ist vor allem ihre fast geräuschlose Fahrweise bei Umfahrungen oder im Baustellenverkehr ein enormer Vorteil, teilen die VBZ mit. Die neuen Trolleybusse haben eine deutlich höhere Leistungsfähigkeit als ihre Vorgänger und erreichen auch bei Notfahrt eine höhere Geschwindigkeit. Sobald der Bus wieder an der Oberleitung hängt, lädt sich die Batterie in maximal einer Stunde automatisch wieder auf. Die Technologie in dieser Form wurde speziell für Trolleybusse entwickelt und ist bestens für den Einsatz bei den VBZ geeignet.

Die neuen Trolleybusse der VBZ erregen weit über die Stadtgrenze hinaus Aufmerksamkeit. Ein Modell des Doppelgelenktrolleybusses wird nach Österreich ausgeliehen, wo es unter anderem einen Auftritt an den Salzburger Verkehrstagen hat. Das Interesse an neuen Technologien bei Trolleybussen ist sehr groß, da viele Städte auf diese Form der urbanen Mobilität setzen oder daran interessiert sind. Immerhin gehören die Trolleybusse zu den derzeit saubersten und effizientesten Mobilitätslösungen für den öffentlichen Personennahverkehr.

Mit Trolleybussen und Trams verfügen die VBZ über eine große Flotte an Elektro-Fahrzeugen. Bereits heute werden rund 80 Prozent der Fahrgäste mit Elektro-Energie befördert. Pro Tag sind dies rund 700.000 Personen. Mit der geplanten Elektrifizierung weiterer Buslinien würde sich diese Zahl noch erhöhen. Die neue Fahrzeug-Generation verfügt standardmäßig über die Möglichkeit zur Rekuperation. Mit dieser kann beim Bremsen der Großteil des Fahrzeugenergiebedarfes gedeckt und Energie ins Stromnetz zurückgespeist werden. Dank den zwölf neuen Doppelgelenktrolleybussen kann neben der Linie 31 nun auch die Linie 32 mit den 25 Meter langen Fahrzeugen ausgerüstet werden. Die ersten Busse sind bereits im Linienbetrieb unterwegs. Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember wird die neue Flotte an Doppelgelenktrolleybussen komplett sein, im Anschluss folgen die Gelenktrolleybusse, die die bestehende Flotte Mercedes Benz GTZ II O405 ablösen. (ah)

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