Zweck des Feldversuchs ist die Analyse und Evaluierung der dabei erzielten Ergebnisse im Hinblick auf Energieverbrauch und Emissionen. Zugleich werden Fahrer, Fahrgäste und Anwohner über ihren Eindruck von der neuen Bustechnologie befragt. Die zweiachsigen Plug-in-Hybridbusse basieren auf dem Hybrid-Niederflur-Stadtbus Volvo 7900 H. Der 120 kW (161 PS) starke Elektromotor hat ein maximales Drehmoment von 800 Nm. Gespeist wird er von einer Lithium-Ionen-Batterie mit 28 kWh Leistung. Der Bus verfügt zudem über einen Euro 5-Fünfliter-Turbodieselmotor D5F215 mit 161 kW (216 PS) Leistung und einem maximalen Drehmoment von ebenfalls 800 Nm. Der Strom für die Aufladung stammt aus den Unterwerken, die in Göteborg für den Betrieb der Straßenbahn bereits vorhanden sind. Der Bus selbst hat zwei nebeneinander versetzt angeordnete Stromabnehmer auf dem Dach. In ausgefahrenem Zustand erfolgt am Busterminal die Aufladung des vergrößerten Batteriepakets, das eine rein elektrische Fahrt über 70 Prozent der Linienstrecke erlauben soll. Das sind mindestens sieben Kilometer, so Volvo. Der Aufladeprozess dauere sechs bis zehn Minuten. Werden die Busse auf einer Strecke ohne Ladestation eingesetzt, arbeitet der Plug-in-Hybridantrieb wie im normalen Hybridbus.
Mit der Plug-in-Technologie soll laut Volvo der Kraftstoffverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen dieselbetriebenen Bussen um mindestens 75 Prozent reduziert werden. Dabei sinke der Gesamtenergieverbrauch um rund 60 Prozent. Des Weiteren erklärt der Bushersteller, mit der Plug-in-Technologie die Kohlendioxid-Emission um bis zu 90 Prozent reduzieren zu können, indem in den neuen Plug-in-Hybridbussen Biodiesel statt fossilem Dieselkraftstoff zum Antrieb des Verbrennungsmotors eingesetzt wird. Bereits in wenigen Jahren will Volvo Busse die Serienproduktion seiner Plug-in-Hybridbusse aufnehmen. 2014 fällt daher in Stockholm der Startschuss für einen weiteren Feldversuch mit acht Plug-in-Hybridbussen. (ah)