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Bustouristik: Italiens Tankstellen streiken

Der Streik an den italienischen Tankstellen soll heute um 19 Uhr beginnen und 48 Stunden dauern (Symbolbild)
© Foto: Nicole Franken/picture-alliance

In Italien wollen Tankstellenbetreiber in den Streik treten, zwei Tage lang soll es an Autobahntankstellen keinen Sprit geben.


Datum:
24.01.2023
Autor:
dpa/ Thomas Burgert
Lesezeit:
4 min
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Italiens Tankstellenpächter treten von Dienstagabend, 24. Januar, an in einen 48-stündigen Streik. Man protestiere damit gegen eine „beschämende Verleumdungskampagne“ sowie die ihrer Ansicht nach schlechten Maßnahmen der Regierung in der Energiekrise, teilten drei Gewerkschaften mit.

Der Ausstand soll um 19 Uhr beginnen und bis Donnerstag zur gleichen Zeit dauern. An Autobahntankstellen soll es ab 22 Uhr für 48 Stunden keinen Sprit mehr geben. Die Gewerkschaften Faib, Fegica und Figisc/Anisa riefen ihre Mitglieder dazu auf, in dieser Zeit auch keine Selbstbedienung zu ermöglichen.

Hintergrund des Arbeitskampfes ist das Vorgehen der Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im Kampf gegen den Preisanstieg bei Sprit. Unter anderem wurde der Finanzpolizei aufgetragen, Tankstellen wegen möglicherweise nicht gerechtfertigter Teuerungen zu kontrollieren. Darüber hinaus wurden die Pächter verpflichtet, neben dem an ihren Zapfsäulen verlangten Spritpreis auch den durchschnittlichen Literpreis aus ihrer Region zu veröffentlichen. Bei Verstößen drohen Geldstrafen.

Einige Tankstellen sind vom Streik ausgenommen

Laut Streikaufruf bestrafen die Maßnahmen die Betreiber, helfen den Kunden aber nicht. Mehr noch als gegen die Auflagen protestieren die Tankstellenpächter gegen öffentliche Aussagen über ihren Berufsstand. Sie sehen sich als Opfer einer Schmutzkampagne. Anfang Januar hatten einige prominente Politiker, darunter Infrastrukturminister Matteo Salvini, behauptet, der Sprit sei aufgrund von Preisspekulation der Tankstellen gestiegen. Tatsächlich aber wurden Benzin und Diesel teurer, weil die Regierung einige Tankrabatte abschaffte.

Weil Tankstellen zu grundlegenden Dienstleistern gehören, müssen auch während des Streiks vereinzelt Zapfhähne in Betrieb bleiben. Darüber hinaus könnten jene Tankstellen, die direkt von den Ölkonzernen betrieben werden, ebenfalls vom Streik ausgenommen bleiben.

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