„Die Branche ist noch stark genug!“

© Foto: VPR Internationaler Verband der Paketer

Nach den jüngsten Meldungen über die Einleitung der Insolvenzverfahren bei den drei Mitgliedsunternehmen Unique North, TP Tour Project und GTW – Grimm Touristik Wetzlar bezieht das Präsidium des Internationalen Verbands der Paketer VPR Stellung zur aktuellen Entwicklung und den Zukunftsperspektiven.


Datum:
30.09.2020
Autor:
Theresa Siedler
Lesezeit: 
3 min

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„Die Paketer-Branche ist ein großer Umsatzfaktor mit bedeutendem Volumen im Gruppenreisegeschäft und einer Vielzahl an Unternehmen, die eine lange Tradition und große Stärke vorweisen können“, betont Adriano Matera, neu gewählter Präsident des Verbandes und Prokurist bei Service-Reisen. „Es wäre in dieser Situation falsch, von den aktuellen Fällen auf die gesamte Branche zu schließen“, stellt Matera klar und betont: „Jede eingeleitete Insolvenz hat ihre individuelle Geschichte und ist nach vielen gesunden Jahren mit gutem Wachstum vor allem auf die Verkettung der Umstände zurückzuführen.“

„Wenn durch die europaweiten Absagen eine Vielzahl nicht eingelöster Deposit-Zahlungen von den Leistungsgebern nicht schnell genug zurückgezahlt werden und man zudem große Verpflichtungen durch eigene Garantieabnahmen hat, ist die Situation eines Liquiditätsengpasses in kritischer Größe schnell gegeben“, erklärt Christoph Knobloch, Vize-Präsident und selbst Geschäftsführer beim Paketer CTS Gruppen- und Studienreisen, die Problematik.

Zudem gebe die Einleitung eines Insolvenzverfahrens allen Unternehmen die Möglichkeit einer Bewertung gesunder Geschäftsbereiche, um die entstandene Schieflage zu korrigieren und die Fortführung zu sichern. „Natürlich wünschen wir unseren Mitgliedsunternehmen und den geschätzten Kollegen die Fortführung der Geschäfte, denn alle genannten Unternehmen bereichern seit Jahren mit ihren eigen entwickelten Produkten, ihrem großen Knowhow in der Abwicklung der Reisen und den individuellen Stärken die gesamte Gruppenreise-Branche. Zudem sind sie seit vielen Jahren auf dem Markt etabliert und haben sich zu einer festen Größe in der VPR-Familie entwickelt“, merkt Adriano Matera an. „In der aktuellen Lage helfen ein reger Austausch und ein offenes Wort zwischen den Busunternehmern auf der Kundenseite und unseren nationalen und internationalen Kollegen auf der Leistungsträgerseite“, rufen Adriano Matera und Christoph Knobloch zum Dialog auf. „Die Corona-Krise wird die Touristikwirtschaft auch im kommenden Jahr weiter stark belasten, der VPR schließt sich daher den Forderungen anderer Branchenverbände an die Bundesregierung nach passgenauen Hilfen für die Unternehmen an.“

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