Dasneue Aquarium zeigt einen Ausschnitt eines Brauntangwaldes, eines zum beispiel an den Küsten Kaliforniens, Westaustraliens und Südwestafrikas vorkommenden Ökosystems. Kalte, nur an den Westküsten der Kontinente vorherrschende Meeresströmungen versorgen dort diese Braunalgen mit in der Tiefsee entstandenem Spezialdünger. Dadurch erst können riesenwüchsige Arten mit Rekordhöhen von 45 Metern und Wachstumsraten von einem halben Meter pro Tag bestehen. Ein typischer Tangwald-Fisch ist der Garibaldi-Barsch, ein leuchtend orangener Riesen-Riffbarsch, der auch das neue Pacific Eye Aquarium bewohnt. Hinzu kommen zwei kleinbleibende Bodenhaiarten: ein Kalifornischer Glatthai und mehrere, aus einem europäischen Nachzuchtprogramm vom Rotterdam-Zoo bezogene Stierkopfhaie.
In das fast kreisförmige Pacific Eye Aquarium sieht man durch eine ungewöhnliche, zwei Meter durchmessende Plexiglas Halbkugel, die einen lupenhaft vergrößernden Einblick in den naturgetreuen, künstlichen Kelpwald ermöglicht. Das neue Aquarium fasst zirka 17.000 Liter künstlich hergestellten Meerwassers.
Gleichzeitig wurde auch die Neuguinea Anlage, eine Mischung aus Aquarium und Terrarium umgebaut und dabei größenmäßig verdoppelt. Die Tierwelt blieb aber unverändert und zeigt weiterhin einen Urwaldausschnitt aus einem Regenwaldgebiet Neuguineas. Den Landteil bewohnen Baumpythons, der Wasserteil beherbergt sogenannte Regenbogenfische. (akp)