24,6 Prozent nutzen das Internet als Entscheidungshilfe für ihren Urlaub. Das geht aus einer Repräsentativbefragung der BAT Stiftung für Zukunftsfragen hervor, in der 2.000 Personen ab 14 Jahren nach ihren wichtigsten Informationsquellen für die eigene Reiseentscheidung gefragt wurden. Zum ersten Mal hat das Internet als Entscheidungshilfe für die Urlaubsreisenden die traditionellen Reisekataloge (22,5 Prozent) in ihrer Bedeutung überholt. „Die Reiseveranstalter werden ihre Etats für Information und Werbung grundlegend überdenken müssen“, so Prof. Dr. Horst W. Opaschowski, der Wissenschaftliche Leiter der Zukunftsinstitut. Allerdings nützen vor allem junge Reisende das Internet (38,5 Prozent). Bei der Generation 55plus sind es nur 11,2 Prozent. In diesem Sektor machen Reisekataloge momentan noch Sinn. Hier haben Reisekataloge (22 Prozent) und Ortsprospekte von Fremdenverkehrsämtern noch eine Bedeutung. Allerdings wird diese Gewohnheit zunehmend infrage gestellt. Denn auch diese Gruppe steigt verstärkt auf das Internet um. Bemerkenswert: Die eigenen Reise-Erfahrungen und die Erzählungen und Berichte von Freunden sind durch kein anderes Informationsmedium zu ersetzen. Professor Opaschowski: „Es zeichnet sich als Zukunftstrend ab: Jeder wird sein eigenes Reisebüro. Insofern muss das Reisebüro der Zukunft dem Kontakt und persönlichen Gespräch mit dem Kunden verstärkte Aufmerksamkeit widmen also mehr Erlebnisvermittlung al PC-Buchung anbieten“. Das Reisebüro werde im Internetzeitalter nicht überflüssig. Als Service, Erlebnis- und Vermittlungsagentur habe das Reisebüro weiterhin eine große Zukunft vor sich, so Opaschowski.
Internet wirksamer als Reisekatalog
In den letzten vier Jahren hat sich die Internetnutzung bei der Reiseentscheidung verdoppelt. Von 12,2 Prozent der Bevölkerung im Jahr 2003 auf 24,6 Prozent im vergangenen Jahr.