Die Unternehmensberater von Arthur D. Little sagen ein Ende des Billigflug-Booms in Europa voraus. Eine aktuelle Studie verweist auf Wachstumsgrenzen und sich abzeichnende Überkapazitäten der Low Cost Carrier – 2010 bereits mit 36 Mill. überschüssigen Flugpassagen im Jahr. 2005 betrage das Wachstum der Billigflieger in Westeuropa zwar noch 20 Prozent, schmelze jedoch bald auf jährlich zwölf Prozent. „Die schönen Zeiten im europäischen Low-Cost-Markt mit ungebremstem Wachstum sind zu Ende. Die attraktiven Strecken sind besetzt“, heißt es in der Arthur-D.-Little-Studie. Nun setze ein echter Verdrängungswettbewerb unter den Billig-Airlines ein, von dem insbesondere die finanzstarken Branchenführer Easyjet und Ryanair profitieren dürften. „Selbst einer Air Berlin kann hier schnell die Luft ausgehen“, sagen die US-Unternehmensberater. Die aktuelle Studie von Arthur D. Little basiert auf den Verkehrs- und Passagierzahlen von mehr als 1200 Flughäfen. Zusätzlich wurden Unternehmensangaben von über 250 Airlines und Airports der vergangenen fünf Jahre ausgewertet. Unter dem Strich rechnet die Unternehmensberatung Europas Billigflugmarkt für 2004 insgesamt 107 Mill. Fluggäste zu.
Low-Cost-Boom nähert sich dem Ende
Eine aktuelle Studie verweist auf Wachstumsgrenzen und sich abzeichnende Überkapazitäten der Low Cost Carrier