Kultur als Standortfaktor mit Blick auf wirtschaftliche Begleiteffekte und urbane Attraktivität ist zur Hauptantriebskraft für die Kulturpolitik im 21. Jahrhundert geworden. Deshalb gehen viele Städte dazu über, eine eigene „Kultursaison“ zu kreieren, eine Art fünfte Jahreszeit, die allen Städtetouristen und Bewohnern Kultur rund um die Uhr bietet: Festspiele und Open-Air-Konzerte, Kunstausstellungen und Kreativwochen. Im Wettbewerb um die größte kulturelle Attraktivität haben vier Städte in Deutschland die Nase vorn: Berlin (71%), München (46%), Hamburg (41%) und Dresden (40%). Sie zählen nach Meinung der Bevölkerung zu den „führenden Kulturmetropolen in Deutschland.“ Erst mit großem Abstand im Hinblick auf ihre kulturelle Ausstrahlung folgen Leipzig (20%), Köln (18%), Weimar (17%), Stuttgart (15%), Frankfurt (15%) und Hannover (6%). Dies geht aus der neuen Repräsentativbefragung des B•A•T Freizeit-Forschungsinstituts hervor. „Neben dem Lohnwert und dem Wohnwert entwickelt sich der Kulturwert einer Stadt zum wichtigsten Standortfaktor“, so Professor Opaschowski. „Insbesondere Manager und Führungskräfte machen ihre Entscheidung für eine berufliche Mobilität von der Qualität des örtlichen Kulturangebots abhängig. Eine vielseitige Kulturlandschaft muss in erreichbarer Nähe sein.“ Hinzu kommt die wachsende Bedeutung des Städtetourismus. Kurz- und Städtetrips zählen zu den Reiseformen mit den größten Zukunftschancen: Städtetouristen wollen in wenigen Tagen möglichst viel erleben. Für die Kulturpolitik bekommt die Steigerung der touristischen Attraktivität höchste Priorität. Der Eindruck entsteht: In Kulturmetropolen „muss“ man einfach gewesen sein. Detaillierte Informationen: www.bat.de
Neue BAT-Studie zum Thema Kultur im Tourismus
Berlin. München. Hamburg. Dresden - die vier führenden Kulturmetropolen in Deutschland