Im Bundesländervergleich liegt Nordrhein-Westfalen weiterhin bei Ankünften und Übernachtungen auf Platz zwei hinter Bayern. Von Januar bis Juni 2014 stieg die Zahl der Gästeankünfte im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um 5,7 Prozent auf insgesamt 10,2 Millionen. Bei den Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben mit mindestens zehn Betten und auf Campingplätzen konnte ein Anstieg von 5,1 Prozent auf insgesamt 22,8 Millionen verzeichnet werden. Das entspricht mehr als einer Million zusätzlicher Übernachtungen. Gäste aus dem Ausland verbrachten 4,6 Millionen Nächte in NRW – ein Plus von 10,1 Prozent.
Die positive Tourismusbilanz des ersten Halbjahrs verschafft dem Reiseland Nordrhein-Westfalen im Bundesvergleich sowohl bei den Gästeankünften als auch bei den Übernachtungen einen zweiten Platz hinter Bayern. Die Steigerungsraten bei den Ankünften und Übernachtungen bescheren Nordrhein-Westfalen jeweils ein Ergebnis deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Hier wurde bei den Übernachtungszahlen ein Plus von 3,4 Prozent und bei den Ankünften eine Steigerung um 4,0 Prozent erzielt.
„Im fünften Jahr in Folge ist die nordrhein-westfälische Tourismusbranche auf Rekordkurs. Das zeigt, dass der Aufwärtstrend nachhaltig ist und dass sich Investitionen aus der Vergangenheit nun auszahlen“, erklärte die Geschäftsführerin des Tourismus NRW, Dr. Heike Döll-König. Zugleich warnte sie jedoch davor, sich auf den Lorbeeren auszuruhen: „Wir befinden uns nicht nur national, sondern auch international in einem Wettbewerb um Reisende. Wenn wir hier bestehen wollen, müssen wir ganz genau hinhören, was sich die Reisenden wünschen und zugleich weiter an innovativen Produkten und Dienstleistungen arbeiten, die auf die Marktbedürfnisse reagieren.“
Fast alle touristischen Regionen Nordrhein-Westfalens konnten von Januar bis Juni 2014 vom Wachstum der Ankünfte und Übernachtungen profitieren. Den stärksten Zuwachs bei den Übernachtungen verzeichneten mit 10,6 Prozent die Eifel und die Region Aachen. Über einen deutlichen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr können sich auch die Regionen Düsseldorf/Kreis Mettmann (plus 9,9 Prozent), Köln/Rhein-Erft-Kreis (plus 9,1 Prozent) und Ruhrgebiet (plus 6,8 Prozent) freuen. Die Regionen Niederrhein (plus 5,4 Prozent), Bergisches Städtedreieck (plus 3,6 Prozent), Teutoburger Wald (plus 2,8 Prozent), Bonn/Rhein-Sieg-Kreis (plus 2,5 Prozent), Sauerland (plus 1,4 Prozent), Bergisches Land (plus 0,8 Prozent) und Münsterland (plus 0,7 Prozent) verzeichneten ebenfalls Steigerungen bei den Übernachtungen.
Auch bei den Übernachtungszahlen ausländischer Gäste konnten sich fast alle nordrhein-westfälischen Regionen steigern. Die Region Düsseldorf/Kreis Mettmann verzeichnete den deutlichsten Zuwachs an ausländischen Gästen (plus 21,6 Prozent). Das Ruhrgebiet konnte bei den Übernachtungen ausländischer Gäste einen Zuwachs von 16,3 Prozent vermelden und auch die Regionen Eifel/Region Aachen (plus 14,0 Prozent) und Niederrhein (plus 13,5 Prozent) sowie Köln/Rhein-Erft-Kreis und Bergisches Städtedreieck (jeweils plus 11,6 Prozent) konnten bei den Übernachtungszahlen ausländischer Gäste zweistellig dazugewinnen. (ah)