Jetzt steht es fest: Die deutsch-dänische Reederei Scandlines wird verkauft. Darauf haben sich das Bundesverkehrsministerium und die beiden Scandlines-Besitzer – die dänische Regierung und die Deutsche Bahn – verständigt. „Statt der Blockierung unternehmerischer Entscheidungen durch die Eigentümer-Struktur stehen die Zeichen nun auf Expansion“, so der scheidende Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe optimistisch. Der geplante Verkauf passt in die Konzernstrategie der Bahn. „Scandlines gehört nicht zum Kerngeschäft der Bahn“, sagt ein Bahn-Sprecher. Erst vor einigen Monaten war etwa das Busunternehmen Deutsche Touring verkauft worden. Als Kernkompetenz sieht man bei der Bahn den Personen- und Güterverkehr auf der Schiene, Verkehrs-Dienstleistungen und Logistik. Wichtig für DB ist, dass der Verkauf an Investoren erfolgt, die sich in der Fährbranche auskennen. „Wir wollen unsere Anteile in die Hände eines kompetenten Käufers geben“, formuliert der Sprecher. Scandlines steht zwar als profitables Unternehmen dar, es bedarf aber weiterer Investitionen etwa bei der veralteten Flotte, um die Reederei weiterzubringen. Wer die potenziellen Käufer sein können, ist bislang ebenso wenig bekannt wie ein möglicher Preis. Die Reederei stellt allein in Deutschland 1200 Arbeitsplätze. Bedingung für den Verkauf sei der Erhalt der drei deutschen Standorte Rostock, Mukran auf Rügen und Puttgarden auf Fehmarn, legte sich der Bundesverkehrsminister fest.
Scandlines wird verkauft
Käufer steht noch nicht fest. Erhaltung der 1.200 Arbeitsplätze in Deutschland ist garantiert.