Tango-Musical „Tanguera“ kehrt zurück in die Schweiz

04.09.2014 16:13 Uhr
Tanguera
© Foto: Manuel Navarro

Tanguera, das Tango-Meisterwerk direkt aus Buenos Aires, kommt unter der Schirmherrschaft von Maestro Daniel Barenboim und der Argentinischen Botschaft zurück in die Schweiz.

Die derzeit aufwendigste und erfolgreichste Tangoproduktion begeisterte bereits das Publikum rund um den Globus: Von Tokio über Berlin, Wien und London bis New York und zuletzt in Paris wurde das emotionale Tango-Feuerwerk euphorisch gefeiert. Fantastische Lichtdesigns und Bühnenprojektionen, vereint mit preisgekrönten Choreografien und der Perfektion eines 30-köpfigen Tanz-Ensembles, begleitet von einem hochklassigen Tango-Sextett: Vom 28. Oktober bis 2. November 2014 kann sich das Publikum in der Schweiz nun aufs Neue vom weltweit ersten Tango-Musical und seiner tragischen Geschichte über Leidenschaft, Begierde, Schmerz und Erotik in seinen Bann ziehen lassen.

Vor dem Hintergrund des Buenos Aires zu Beginn des 20. Jahrhunderts erzählt Tanguera vom schicksalhaften Leidensweg der schönen Immigrantin Giselle, von ihrer Ankunft im Hafen über ihre Arbeit in einem der unzähligen Bordelle der Stadt bis zum Erfolg als Tänzerin in der glitzernden Welt des Cabarets. Verführt vom kriminellen Gaudencio und geliebt vom tapferen Hafenarbeiter Lorenzo, beginnt sich eine verhängnisvolle Spirale aus Liebe und Leidenschaft, Rivalität und Feindschaft immer schneller und schneller zu drehen. Doch fast unmerklich und durch diese mitreissende Geschichte hindurch, erzählt Tanguera dabei noch etwas anderes: die Geschichte des Tango selbst, dessen Weg durch die Gesellschaftsschichten sich Szene um Szene erschließt. Eine Geschichte, zu der das Musical dank seiner Innovationskraft und Authentizität längst selbst gehört.

Denn mit präzisen Blicken und Gesten, der Musik, dem Gesang und dem alles beherrschenden Tanz gelingt Tanguera etwas, woran sich keine Tango-Performance bisher gewagt hat: das Erzählen. Tanz und Musik stehen stets im Dienst der Handlung und sind genauso präzise mit der Geschichte verknüpft wie das aufwendige Lichtdesign. Nicht zuletzt wegen der großen Authentizität des Stückes erlebte Tanguera nach der Uraufführung im Jahr 2002 in Buenos Aires, dem Ort seiner Entstehung, im Mutterland des Tangos eine Rekordlaufzeit von 18 Monaten. Mehr Infos unter http://www.musical.ch. (ah)

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